Handelsblatt - 16.10.2019

(Nancy Kaufman) #1

Die Liebe zum Buch


Die große Grafik zum Start der


Frankfurter Messe. S. 24


G 02531 NR. 199 PREIS 3,10 €


Dax
12 629,
+1,14 %

E-Stoxx 50
3 596,
+1,13 %

Dow Jones
27 062,
+1,03 %

S&P 500
2 991,
+0,84 %

Gold
1 478,64 $
-0,98 %

Euro/Dollar
1,1032 $
+0,05 %

Stand: 17:00 Uhr

Kurz notiert


·


Millionen-Belastungen für
Firmen durch EEG-Umlage: Die
Förderung von Wind- und Son-
nenstrom steigt 2020 um 5,
Prozent auf 6,756 Cent pro Kilo-
wattstunde. Angesichts fallen-
der Wachstumsprognosen und
Auftragseingänge schwäche
das die Wettbewerbsfähigkeit
der Industrie zusätzlich, be-
fürchten Branchenverbände.
Auf private Haushalte kommen
rund 280 Euro Mehrkosten im
Jahr zu. Seite 8

·


Weg für Huawei ist frei:
Neue Sicherheitsanforderungen
der Bundesnetzagentur für den
Mobilfunk ebnen jetzt den Zu-
gang für Huawei zu
Deutschlands 5G-Net-
zen. Sowohl Wirt-
schaftsminister Alt-
maier als auch In-
nenminister Seehofer
verteidigten diese Lö-
sung. Der Katalog si-
chere „höchste Sicherheits-
standards“ zu. Seite 11

·


Fitte Belegschaften für den
Digitalwandel: Tausende Jobs
werden gestrichen, Tausende IT-
Experten gebraucht. Nicht nur
Volkswagen setzt auf ambitio-
nierte Weiterbildungskonzepte.
Überall geht es darum, die Mit-
arbeiter IT-mäßig aufzurüsten.
Dies sei bei vielen heutigen Mit-
arbeitern möglich, „wenn man
es mit Weiterbildung wirklich
ernst meint“, erklärte Alain De-
haze, CEO des Personaldienst-
leisters Adecco. Seite 18

·


Globalfoundries will in Dres-
den kräftig investieren: Der US-
Chiphersteller will seinen Stand-
ort in Sachsen in den nächsten
Jahren stärken. Künftig könnte
Globalfoundries sogar noch
mehr Geld in Dresden investie-
ren. Der Halbleiterhersteller will
spätestens im Jahr 2022 an die
Börse gehen. Seite 26

·


Wirecard wieder auf Tal-
fahrt: Erneute Zweifel an Ge-
schäften und der Bilanzierung
führten zu Kursverlusten des
Zahlungsdienstleisters um zeit-
weise mehr als 20 Prozent. Aus-
gelöst hatte das ein kritischer
Artikel der britischen „Financial
Times“. Seite 30

sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem Ma-
schinenbau-Gipfel. Gerade der Maschinenbau sei „so
etwas wie ein Frühindikator“. Merkel machte für die
Abschwächung vor allem Handelskonflikte verant-
wortlich. Laut IWF kommen die Unsicherheit beim
Brexit sowie Schwächen der Autoindustrie hinzu.
Vor diesem Hintergrund fordern der IWF und
Ökonomen insbesondere Deutschland zu höheren
Investitionen auf. „Bei öffentlichen und privaten In-
vestitionen sollte mehr passieren“, sagte Ifo-Präsi-
dent Clemens Fuest. Das Bundesfinanzministerium
weist diese Kritik zurück. „Die gesamtstaatlichen
Bruttoanlageinvestitionen sind 2018 um 8,7 Prozent
gestiegen und damit deutlich stärker als die Staats-
ausgaben und das Bruttoinlandsprodukt“, heißt es
in einem internen Papier des Ministeriums, das dem
Handelsblatt vorliegt. Martin Greive, Jens Münchrath,
Donata Riedel

Der Internationale Währungsfonds sieht die Wirtschaft fast aller Länder im


Abschwung und erwartet global das schwächste Wachstum seit der Finanzkrise.


Weltweite Wirtschaftsflaute


Hafen Hamburg:
Handelskonflikte
belasten die
Weltkonjunktur.

PantherMedia / Wolfgang Cezanne [M]


Bericht, Interview Seiten 4 - 7



dpa

D


ie Wirtschaft befindet sich im Ab-
schwung – und das weltweit. Laut dem
Internationalen Währungsfonds (IWF)
hat sich das Wachstum in 90 Prozent al-
ler Staaten gegenüber dem Vorjahr abge-
schwächt. Die Weltwirtschaft wird in diesem Jahr mit
drei Prozent sogar so schwach wachsen wie seit der Fi-
nanzkrise 2009 nicht mehr, schreibt der IWF im neuen
Weltwirtschaftsausblick.
In Deutschland befindet sich die Industrie bereits
in der Krise. Binnenkonsum, Bau und Dienstleistun-
gen tragen das Wachstum allein. Deshalb senkt auch
die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für
2020 spürbar von 1,5 auf ein Prozent ab, wie das
Handelsblatt erfuhr. Auch der IWF rechnet für 2020
nur noch mit einem Plus von 1,2 Prozent. Für das
laufende Jahr sagt der IWF – wie die Bundesregie-
rung – ein Wachstum von 0,5 Prozent voraus. „Die
konjunkturelle Entwicklung ist besorgniserregend“,

JP Morgan hält US-Banken auf Abstand


Größte US-Bank übertrifft Erwartungen. Goldman Sachs enttäuscht.


Die Kluft zwischen den führenden US-Ban-
ken wird größer. Die größte Bank der USA,
JP Morgan, verdiente im dritten Quartal
trotz der niedrigeren Dollar-Leitzinsen und
der weltweiten Börsenturbulenzen mehr
als erwartet.
Konkurrent Goldman Sachs, der im Ge-
gensatz zu JP Morgan nur wenig Geschäft
mit Privatkunden macht, musste dagegen
von Juli bis September Einbußen hinneh-
men, vor allem weil das Investmentban-

king schwach war. Die Investoren reagier-
ten entsprechend: Anleger griffen bei Ak-
tien von JP Morgan zu und verkauften
Goldman-Titel.
Insgesamt fielen die Ergebnisse der
Branche gemischt aus. JP Morgan Chase er-
wirtschaftete in den Monaten Juli bis Sep-
tember einen Gewinn von 9,1 Milliarden
US-Dollar. Auch die Citigroup konnte ihren
Nettogewinn für das dritte Quartal dank ei-
nes Wachstums im Investmentbanking um

sechs Prozent steigern. Bei Goldman Sachs
brach der Gewinn dagegen von Juli bis Sep-
tember stärker als gedacht um gut ein Vier-
tel auf 1,9 Milliarden Dollar ein. Auch die
Großbank Wells Fargo meldete einen deut-
lichen Gewinnrückgang. „JP Morgan Chase
hat ein Tempo vorgegeben, das für andere
Banken sehr schwierig zu erreichen sein
wird“, sagte Analyst Octavio Marenzi vom
Berater Opimas. Astrid Dörner, Carsten Herz

MITTWOCH, 16. OKTOBER 2019


DEUTSCHLANDS WIRTSCHAFTS- UND FINANZZEITUNG



Bericht Seite 32



„Ein schlechter Scherz“


Van-Cleef-&-Arpels-Chef Nicolas Bos hält


nichts von Edelsteinen aus dem Labor. S. 20


Bei


öffentlichen


und privaten


Investitionen


sollte mehr


passieren.


Clemens Fuest
Ifo-Institut

Behörden holen auf


Kommt der Personalausweis


auf dem Smartphone? S. 22


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