Trainieren? Intelligent. Regeneration für Muskelaufbau und Kraftsport

(michael.lipp@develop-it.at) #1

tion ja höchst individuell und nicht berechenbar sei. Aber
Andrea hatte bereits einiges im myTRS-Blog gelesen, das
ihr durchaus logisch erschienen war. So zum Beispiel die
Grund-Idee, immer nur jene Muskeln zu trainieren, die


nach dem letzten Trainings-Reiz bereits regeneriert und
somit nicht mehr erholungsbedürftig waren. Und diese
Situation, die sich von Tag zu Tag ändert, könnte man
grafisch abbilden: Für jeden Tag und jede Muskelgruppe
wäre im Ampel-System zu sehen, in welchem Zustand sich
diese Muskel-Partie befinden würde. Und das wäre letzt-
endlich die Basis für die spontane Trainings-Planung des
jeweiligen Tages.


Andrea war eine Frau, die beruflich ihren Weg machte. Sie
war es gewohnt, unklare Situationen zuerst möglichst vor-
urteilsfrei und aufgeschlossen zu analysieren und erst da-
nach ihre Schlüsse daraus zu ziehen und Entscheidungen
zu treffen. Und sie hatte keinen Zweifel daran, dass dieses
Vorgehen in allen Bereichen des Lebens sinnvoll und hilf-
reich war. Selbst dann, wenn sie in einem Thema nicht die


Expertin war: Sie ließ es sich nicht nehmen, ganz gezielt
Neues zu lernen und sich dann ihre eigenen Gedanken dazu
zu machen.


Das würde bezüglich ihres Aufbau-Trainings auch nicht
anders sein – Andrea war sich da völlig sicher. Dennoch:
Sie wusste, dass sie damit – zumindest eine zeitlang –
gegen den Strom schwimmen würde. Die anderen würden
mitbekommen, dass sie etwas anders machte, und sie


würden sie fragen. Sie würden ihr, die ja „nur“ etwas mehr
als ein Jahr Trainings-Erfahrung vorzuweisen hatte, ent-
weder unterschwellig oder explizit das Gefühl geben, sie
könne doch gar nichts über diese Themen wissen – einfach
schon mangels Erfahrung. Und Andrea war intelligent
genug zu wissen, dass sie sich mit derartigen Situationen
herumschlagen würde müssen – so sie nicht beschloss, als

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