Beobachter - 30.08.2019

(Jeff_L) #1

Smartphones und Tablets: Einrichten mit der Kamera


Wenn die Zimmermasse nicht ganz so
exakt sein müssen und vor allem der Ein­
druck zählt, ist eine App für das Smart­
phone oder Tablet eine gute Lösung. Die
mobilen Geräte punkten mit Kameras und
Bewegungssensoren.


Roomle Die App speichert nur ein
Projekt gratis, punktet aber mit
Extras. Mit der Handykamera
misst sie den Raum aus, indem man sie
auf die Zimmerecken richtet. Die Genauig­
keit reicht meist aus. Möbel aus dem
Katalog kann man in der 2­D­Ansicht plat­
zieren, das Ergebnis in 3­D ansehen. Der
Entwurf lässt sich dank Cloud am PC wei­
terbearbeiten. Alternativ kann man die
Möbelstücke auch virtuell ins echte Zim­
mer einblenden und mit Smartphone und
Tablet im Raum herumgehen. Man be­
kommt ein Gefühl dafür, ob das Möbel in
den Raum passt, kann es verschieben
oder drehen und fotografieren.


Magicplan Diese App ist Meisterin
im schnellen Massnehmen. Sie
bestimmt den Grundriss ent­
weder durch freies Zeichnen oder indem
man einen Grundriss importiert und
nachzeichnet. Am effektivsten aber funk­
tioniert das Abscannen eines Raums mit
der Handykamera. Dabei werden die
Ecken und die Raumhöhe durch Abfahren
mit der Kamera festgelegt, Fenster und


Türen erkennt die App automatisch. Nach
einer Minute ist ein Raum komplett er­
fasst, und man kann mit dem Platzieren
von Standardmöbeln loslegen.

Homestyler Die Programmierer
haben sich bei dieser App viel
Mühe gegeben; sie ermöglicht es,
Möbel virtuell in die reale Welt einzublen­
den. Wenn man zuvor ein Bild des Zim­
mers mit der Ka mera knipst und die
Masse grob angibt, setzt die App die Möbel
gleich in der richtigen Grösse in den Raum
ein. Zudem hilfreich: Verändert man in der
virtuellen Darstellung die Grösse eines
Möbelstücks, zeigt die App automatisch
die korrekten Masse dazu an. «Home­
styler» gibts auch als Raumplaner für
PC/Mac – aber das können andere besser.

Ikea Place Diese App eignet sich,
wenn feststeht, dass die Möbel
bei Ikea gekauft werden. Sie blen­
det nur Sofas, Stühle, Schreibtische ein,
die es beim schwedischen Möbelhaus zu
kaufen gibt – aber leider nicht alle. Die
Bedienung ist einfach: das Möbel in der
App aussuchen, auf «Bei Dir zu Hause aus­
probieren» tippen, das Möbel in das mit
der Handykamera gemachte Realbild ein­
setzen und es von allen Seiten betrachten.
Auch kann ein anderes Möbelstück foto­
grafiert werden, die App sucht ein Gegen­
stück von Ikea. ANDREAS GROTE

Wo der Sessel am
besten hinpasst – mit
der richtigen App lässt
sich das schnell testen.

WIE BITTE?


«Früher gingen wir zusam-
men durch dick und dünn»,
erzählt eine Ratsuchende
an der Beobachter-Hotline,
«doch dann ist vor zwei
Jahren unsere Mutter
gestorben. Seit da ist alles
anders. Meine Schwester
plagt mich, wo sie kann.» –
«Das tut mir leid. Wie kann
ich Ihnen helfen?» – «Sie tut
so, als gäbe es mich nicht.
Sie hat zum Beispiel einfach
von mir bestellte Sachen
zurückgeschickt. Das darf
sie doch nicht tun!» – «Nein,
natürlich nicht.» – «Sie hat
auch das Abo meiner Lieb-
lingszeitschrift gekündigt.»


  • «Das geht natürlich erst
    recht nicht. Rufen Sie die
    Zeitschrift an...» – «Das hab
    ich schon getan», unter-
    bricht die Anruferin. «Meine
    Mutter würde sich im Grab
    umdrehen, wenn sie wüsste,
    was passiert.» – «Ja, das
    glaube ich Ihnen», bemerke
    ich und denke, sie wäre
    nicht die Erste.


Rosenklau. «Sogar die
Rosen, die ich ihr aufs Grab
gelegt habe, sind weg.
Aber das Beste kommt
noch.» – «Ah ja?» – «Ges-
tern bin ich meinen ehema-
ligen Nachbarn begegnet,
ich mag die Leute sehr.» –
«Das war sicher eine freu-
dige Begegnung.» – «Nein,
leider nicht. Als sie mich
erblickten, sind sie vor
Schreck erstarrt.» – «Das
versteh ich nicht.» – «Es
war unglaublich unan-
genehm!» – «Was haben
die Nachbarn mit Ihrer
Schwester zu tun?» – «Sie
erzählt allen, ich sei tot!»
ROSMARIE NAEF

Erstarrt


vor Schreck

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