Frankfurter Allgemeine Zeitung - 31.08.2019

(Jeff_L) #1

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG Politik SAMSTAG, 31. AUGUST 2019·NR. 202·SEITE 5


LONDON, 30. August. Nach dieser ers-
ten Gerichtsentscheidung geht Boris
Johnson leicht gestärkt in den Macht-
kampf, der ihn in der kommenden Wo-
che im Unterhaus erwartet. Am Freitag
lehnte der „Court of Session“, das höchs-
te Zivilgericht Schottlands, den Antrag
ab, die Zwangsbeurlaubung des briti-
schen Parlaments mit einer einstweili-
gen Verfügung zu stoppen. Es gebe kei-
ne „stichhaltigen Gründe“ für eine sol-
che Sofortmaßnahme, sagte der zustän-
dige Richter und setzte eine neue, um-
fangreichere Anhörung für kommenden
Dienstag an, wenn das Unterhaus nach
mehr als sechs Wochen Sommerpause
wieder in London zusammentritt. Der
Richterspruch ist kein Urteil in der Sa-
che, aber er dürfte die Hoffnungen der
Kläger – mehr als siebzig Abgeordnete –
dämpfen, am Ende recht zu bekommen.
Politisch pikant, aber nicht überra-
schend ist die Erklärung des früheren
konservativen Premierministers John
Major, sich der Klage der Aktivistin
Gina Miller vor dem High Court in Lon-
don anzuschließen. Major, einer der pro-
minentesten Brexit-Gegner, hatte schon
vor Monaten angekündigt, juristisch ge-
gen eine Beurlaubung des Parlaments
vorzugehen. Miller begründet ihre Kla-
ge gegen die Regierung damit, dass es
„nicht legal“ sein könne, „das Parlament
zu beurlauben, um dessen souveränes
Recht zu behindern, seiner Rolle nachzu-
kommen und notwendige Gesetze zu er-
lassen“. Sollte sie recht bekommen,
wird die Regierung wohl den Supreme
Court einschalten. Der hatte 2016 schon
einmal gegen die – damals von Theresa
May geführte – Regierung entschieden
und war Miller in der Auffassung ge-
folgt, dass der EU-Austrittsprozess nach
Artikel 50 nur mit Zustimmung des Par-
laments in Gang gesetzt werden kann.
Ein damaliger Richter am Supreme
Court, Lord Sumption, vertritt im aktuel-
len Fall allerdings die Position, dass die
Beurlaubung „rechtmäßig“ sei.
Die Verfahren in Edinburgh und Lon-
don (und auch in Belfast) dürften das
Zusammentreten des Parlaments am
Dienstag zusätzlich aufladen. Im Mittel-
punkt der vier Plenartage, die den Abge-
ordneten bis zur abermaligen Ruhepau-
se bleiben, steht der Versuch der No-
Deal-Gegner, einen ungeregelten Brexit
unmöglich zu machen. Der Abgeordne-
te Oliver Letwin, einer der führenden
Anti-Brexit-Rebellen in der Tory-Frakti-
on, bestätigte am Freitag Vorgespräche

mit Parlamentspräsident John Bercow
über Möglichkeiten einer Gesetzesinitia-
tive. Ziel sei es, dass Johnson am Ende
kommender Woche politisch gebunden
sei, keinen No-Deal-Brexit zu exekutie-
ren. Sollte er kein neues Abkommen in
Brüssel erreichen, müsse er gezwungen
sein, die EU um einen weiteren Auf-
schub des Austrittstermins zu bitten, sag-
te Letwin. Er hielt das trotz der knappen
Zeit für erreichbar.
Andere sind skeptischer. Sie weisen
darauf hin, dass eine Mehrheit für einen
solchen Vorstoß nicht sicher sei, weil
nur sehr wenige Konservative ihrem
Chef in den Rücken fallen und dessen
Verhandlungsstrategie durchkreuzen
wollten. Sollten sich die Rebellen durch-
setzen, könnte das Gesetz überdies im
Oberhaus blockiert werden. Dort hat
die Regierung zwar keine Mehrheit und
der Brexit noch weniger Anhänger als
im Unterhaus, aber die wenigen vom
Austritt überzeugten Lords hätten die
Möglichkeit, den Abstimmungsprozess
durch Anträge so sehr in die Länge zu
ziehen, dass das Gesetz nicht mehr
rechtzeitig vor der Beurlaubung verab-
schiedet werden könnte.
Johnson kündigte an, die Verhandlun-
gen um das neue Austrittsabkommen
„mit erhöhtem Tempo“ zu führen. Bis
zum EU-Gipfel am 18. Oktober sollen
zweimal in der Woche Gespräche in Brüs-
sel abgehalten werden. Dabei sind die
Rollen ungleich verteilt. Die EU pocht
darauf, dass London Vorschläge präsen-
tieren muss, um die „Backstop“-Rege-
lung zu ersetzen, mit der die unsichtbare
Grenze auf der irischen Insel nach dem
Brexit erhalten werden soll. Irlands stell-
vertretender Ministerpräsident Simon
Coveney sagte am Freitag, zurzeit gebe
es „nichts Glaubwürdiges von der briti-
schen Regierung“. Selbst Kritiker John-
sons, wie die gerade vom Vorsitz der
schottischen Konservativen zurückgetre-
tene Ruth Davidson, sind überzeugt,
dass Johnson keinen ungeregelten Brexit
anstrebt, sondern einen Deal. Johnson al-
lerdings glaubt, diesen nur erreichen zu
können, wenn er die Drohung mit einem
No-Deal-Brexit glaubwürdig aufrechter-
halten kann. Am Freitag warnte er die
Abgeordneten: Je mehr versuchen wür-
den, einen No-Deal-Brexit zu verhin-
dern, desto wahrscheinlicher würde es,
„dass wir genau in dieser Situation en-
den“. Sollte ihm das Unterhaus Fesseln
anlegen, rechnen viele damit, dass er
Neuwahlen einleitet. (job.)

WASHINGTON/WARSCHAU,



  1. August


D


er amerikanische Präsident nutz-
te die feierliche Einrichtung des
„Space Command“, des neuen
Führungskommandos der Streitkräfte für
den Weltraum, um eine Mitteilung in an-
derer Sache zu machen. Er habe soeben
mit dem polnischen Präsidenten Andrzej
Duda telefoniert, um ihn darüber zu in-
formieren, dass er seine Warschau-Reise
absagen müsse, sagte Donald Trump am
Donnerstagabend im Rosengarten des
Weißen Hauses. Angesichts des Sturms
„Dorian“, der sich auf Florida zubewege,
werde er nicht nach Polen reisen können.
Dort wird am 1. September des Aus-
bruchs des Zweiten Weltkrieges vor acht-
zig Jahren gedacht. Vizepräsident Mike
Pence werde ihn in Warschau vertreten.
Oberste Priorität habe die Sicherheit
der Bevölkerung an der südlichen Ostküs-
te Amerikas, sagte Trump weiter. Er wolle
sicherstellen, dass seine Regierung sich
völlig auf den herannahenden Sturm kon-
zentriere. „Hier zu sein ist mir sehr wich-
tig“, fügte er hinzu. Es sehe so aus, als
könnte es ein „sehr, sehr großer“ Sturm
werden. Der Hurrikan verschonte zuletzt
das amerikanische Außenterritorium Pu-
erto Rico, sorgte auf den Virgin Islands für
Stromausfälle und zieht nun in Richtung
Florida beziehungsweise südliches Geor-
gia, wo er dann als Wirbelsturm der Kate-
gorie 4 auf die Küste treffen soll. Nach der-
zeitigen Berechnungen am Montag, dem
amerikanischen „Labor Day“.
Eigentlich ist die Reiseabsage eine ganz
normale Reaktion des Präsidenten. Spätes-
tens nachdem George W. Bush 2005 vorge-
worfen wurde, er habe sich nicht um die
Opfer von Hurrikan Katrina in New Or-
leans gekümmert, sind Präsidenten ge-
warnt. Im Falle Trump freilich ist alles,
was mit Florida zu tun hat, politisch aufge-
laden. Dabei geht es nicht darum, dass der
Immobilieninvestor selbst über mehrere
Anwesen in dem Sunshine-State verfügt,
darunter den Club Mar-a-Lago in Palm
Beach, den er im Winter als Wochenend-
sitz nutzt. Florida ist einer der umkämpf-
ten Bundesstaaten in der Präsidentenwahl
im kommenden Jahr, wo viele Stimmen
für das Wahlleutegremium zu holen sind.
Trump lobte denn auch die Arbeit des re-
publikanischen Gouverneurs, der den Not-
stand für Florida ausgerufen hatte. Man
verfüge über die besten Leute in dem Bun-
desstaat, sagte der Präsident.
Die Demokraten erinnerten angesichts
von Trumps Krisenmanagement für Flori-
da daran, dass dessen Reaktion eine gänz-
lich andere gewesen sei, als der Sturm vor
wenigen Tagen Puerto Rico bedroht habe.
Tatsächlich hatte der Präsident seinerzeit
auf Twitter geschrieben, die Karibikinsel
sei einer der „korruptesten Orte auf der
Erde“. Hintergrund ist der Vorwurf, den
Trump schon mehrfach erhoben hatte:


Die Regierung habe 2017 große Teile der
Hilfsgelder nach den Wirbelstürmen Irma
und Maria einfach „verschwendet“. Der
demokratische Kongressabgeordnete Don
Beyer kommentierte Trumps gänzlich an-
deres Verhalten im Hinblick auf Florida
so: Zum einen sei der Bundesstaat wichtig
für die Wahl 2020. Und zum anderen leb-
ten dort weniger dunkelhäutige Leute als
in Puerto Rico.
Der Vorwahlkampf in Amerika überla-
gert längst die Politik in Amerika – selbst
wenn es um Naturkatastrophen geht. Und
eines ist sicher: In Vorwahlkampfzeiten
hängt alles mit allem zusammen. Trump
fügte am Donnerstag im Rosengarten hin-
zu, er habe Duda gesagt, dass er seine Rei-
se in „naher Zukunft“ nachholen werde.
Der Besuch sollte nämlich nicht allein dem
Weltkriegsgedenken gewidmet sein, son-
dern er hatte auch diplomatische Bedeu-
tung darüber hinaus. Als die Reise wäh-
rend eines Besuchs Dudas in Washington
im Juni vereinbart worden war, hatten bei-
de Präsidenten angekündigt, dass Washing-
ton weitere tausend Soldaten in das Land
entsenden werde – die auf Rotationsbasis
aus Deutschland abgezogen würden. Offen
war in Washington davon die Rede, dass es
sich dabei auch um ein Signal an Berlin
handele, dessen mangelnde Verteidigungs-
ausgaben schon lange für Ärger in den
transatlantischen Beziehungen sorgen.
In Polen reagierte man in einer Mi-
schung aus Bedauern und Verständnis auf
die Absage Trumps. Offenbar wird Pence
ohne Änderungen am Programm zum
Weltkriegsgedenken am Sonntag in War-
schau teilnehmen. Dagegen soll es am bila-
teralen polnisch-amerikanischen Pro-
gramm für Montag, Warschau zufolge,
wichtige Änderungen geben. Im Gespräch
war ursprünglich ein Besuch Trumps an ei-
nem amerikanischen Militärstandort an
der Ostflanke der Nato. Doch berichtete
die „Washington Post“ über Hinweise, die-
ser Programmteil sei schon vor der Reise-

absage gestrichen worden. Über die Hin-
tergründe kann nur spekuliert werden.
Doch ist bekannt, dass es in der amerikani-
schen Regierung Differenzen über den
Umgang mit Russland gibt und Trump an-
ders als sein Sicherheitsberater John Bol-
ton immer noch hofft, zu einem Ausgleich
mit Wladimir Putin kommen zu können.
Bolton war schon am Freitag in War-
schau eingetroffen. Er lobte Polens relativ
hohe Verteidigungsausgaben und die Ent-
scheidung, in Amerika neue F35-Kampf-
flugzeuge zu kaufen. Das sei „von entschei-
dender Bedeutung“ für die militärische Zu-
sammenarbeit innerhalb der Nato, „insbe-
sondere in dieser Region“. Vor seiner An-
kunft in Warschau hatte Bolton Kiew be-
sucht. In Polen sollte es eigentlich auch zu
einer Begegnung Trumps mit dem neuen
ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Se-
lenskyj kommen. Trump droht Kiew der-
zeit damit, die amerikanische Militärhilfe
zu blockieren. Der Präsident spricht seit
längerer Zeit offen darüber, Zahlungen an
Verbündete einzustellen. Bei der Ukraine
geht es um einen Betrag von 250 Millio-
nen Dollar. Trump hat noch keine letzte
Entscheidung getroffen, aber Bolton und
Verteidigungsminister Mark Esper beauf-
tragt, den Schritt zu prüfen.
Der Präsident legt sich in dieser Angele-
genheit nicht nur mit den Demokraten an,
sondern auch mit den Republikanern. So
sagte der republikanische Abgeordnete
Adam Kinzinger, Mitglied des Auswärti-
gen Ausschusses im Repräsentantenhaus,
ein solches Vorgehen wäre „inakzepta-
bel“. Es sei falsch gewesen, dass Präsident
Barack Obama Putin in der Ukraine habe
gewähren lassen. „Und es wäre auch heute
falsch.“ Im Nachrichtensender CNN wur-
den Trump innenpolitische Motive unter-
stellt. So erinnerte man daran, dass Rudy
Giuliani, ein Vertrauter des Präsidenten,
sich für eine Untersuchung eingesetzt
habe. Sie sollte die Frage beantworten,
warum Joe Biden, der mögliche Herausfor-

derer Trumps für die Demokraten, 2016 in
seiner Funktion als Vizepräsident ver-
langt habe, den obersten Staatsanwalt der
Ukraine abzusetzen. Es wurde suggeriert,
dass Biden Ermittlungen gegen seinen
Sohn Hunter verhindern wollte, der Ge-
schäftsbeziehungen mit der Ukraine unter-
hielt. Sollte Trumps Drohung, Kiew die
Militärhilfe zu streichen, nun wiederum
die Ukraine unter Druck setzen, Ermitt-
lungen gegen Bidens Sohn aufzunehmen?
In der Ukraine wird darauf hingewiesen,
dass es keine Hinweise dafür gebe, dass
Hunter Biden sich etwas zuschulden habe
kommen lassen.

Walter-Borjans nominiert


Der mitgliederstärkste SPD-Landesver-
band Nordrhein-Westfalen hat den ehe-
maligen NRW-Finanzminister Norbert
Walter-Borjans als Kandidaten für den
SPD-Bundesvorsitz nominiert. Der fast
40-köpfige Landesvorstand unterstützte
am Freitagabend in Dortmund einstim-
mig die Bewerbung von Walter-Borjans
und dessen Tandempartnerin, der Bun-
destagsabgeordneten Saskia Esken aus
Baden-Württemberg. Kurz vor Ende der
Bewerbungsfrist können Walter-Borjans
und Esken nun in das Bewerberrennen
um die Nachfolge von Andrea Nahles zie-
hen. (dpa)


Verlorene Pistolen bei Polizei


Nachdem bekanntgeworden war, dass
eine Maschinenpistole samt Munition so-
wie mehrere vertrauliche Akten abhan-
den gekommen sind, hat der niedersäch-
sische Innenminister Boris Pistorius
(SPD) mitgeteilt, dass seit dem Jahr 2013
noch fünf weitere Pistolen als verloren ge-
meldet wurden. Nur eine Waffe davon
konnte wieder aufgefunden werden. Der
FDP-Politiker Marco Genthe, der die par-
lamentarische Anfrage dazu gestellt hat,
nannte es „besorgniserregend“, dass al-
lein seit Jahresbeginn zwei scharfe Waf-
fen samt Munition entwendet worden sei-
en.(bin.)


Dutzende Waffen sichergestellt


Der größte Teil der 46 im Mordfall Lüb-
cke beschlagnahmten Schusswaffen ge-
hört nach Informationen des „Spiegel“
dem in Untersuchungshaft sitzenden Mar-
kus H. Bei ihm seien mehr als drei Dut-


zend Waffen sichergestellt worden. Fünf
Waffen, darunter die Tatwaffe, hatten in
einem Versteck gelegen, zu dem der
Hauptverdächtige Stephan E. die Ermitt-
ler nach seiner Festnahme geführt hatte.
Nach Informationen aus Sicherheitskrei-
sen muss noch geklärt werden, ob alle si-
chergestellten Gegenstände tatsächlich
unter das Waffengesetz oder andere waf-
fenrechtlichen Vorschriften fallen. (dpa)

Ärger bei Regierungsbildung
Bei der Bildung einer neuen Regierung
in Italien hat die populistische Fünf-Ster-
ne-Bewegung mit einem Abbruch der
Verhandlungen mit den Sozialdemokra-
ten (PD) gedroht. Sterne-Chef Luigi Di
Maio stellte am Freitag Bedingungen, die
ins Regierungsprogramm müssten – an-
dernfalls gebe es keine Koalition. „Ent-
weder wir einigen uns auf unsere Pro-
grammpunkte oder wir machen nicht wei-
ter“, sagte Di Maio nach Gesprächen mit
dem amtierenden Ministerpräsidenten
Giuseppe Conte. (dpa)

700 Zöllner für den Brexit
Frankreich hat für den Ende Oktober ge-
planten britischen EU-Austritt 700 zusätz-
liche Zöllner eingestellt. Mit dem künfti-
gen Nicht-EU-Land Großbritannien solle
es eine „intelligente Grenze“ mit Online-
Erklärungen für Unternehmen geben, um
kilometerlange Lastwagenstaus zu verhin-
dern. Das kündigte der französische Bud-
getminister Gérald Darmanin am Freitag
an. Darmanin sagte, das Problem betreffe
vor allem die nordfranzösische Hafenstadt
Calais. Vor dem Brexit solle es einen Mo-
nat lang eine Art Generalprobe geben, um
die Abläufe zu testen. (dpa)

Trump: 8600 Soldaten bleiben
Nach dem angestrebten Abkommen mit
den islamistischen Taliban will der ameri-
kanische Präsident Donald Trump zu-
nächst 8600 amerikanische Soldaten in Af-
ghanistan belassen. „Wir werden auf 8600
runtergehen, und dann von dort aus festle-
gen, wie es weitergeht“, sagte Trump in ei-
nem Interview mit Fox News Radio. Er be-
tonte, es müsse immer eine gewisse ameri-
kanische Präsenz in dem Land geben, um
die Ausbreitung terroristischer Gefahren
zu verhindern. Mit Blick auf die Gesprä-
che zwischen den Vereinigten Staaten
und den Taliban sagte er, man komme ei-
nem Abschluss näher. Er könne aber nicht
sagen, ob es am Ende eine Einigung ge-
ben werde. „Ich weiß nicht, ob es dazu
kommt.“ Derzeit sind rund 14 000 ameri-
kanische Soldaten in Afghanistan. (dpa)
(Kommentar Seite 10.)

Russland verkündet Waffenruhe
Die russische Armee hat eine neue einsei-
tige Waffenruhe für die umkämpfte Rebel-
lenbastion Idlib im Nordwesten Syriens
verkündet. Die syrischen Regierungstrup-
pen würden am Samstagmorgen um 06.
Uhr Ortszeit das Feuer einstellen, teilte
das russische Zentrum für Versöhnung in
Syrien am Freitag mit. Die Organisation
der russischen Armee rief die Rebellen-
gruppen in Idlib auf, sich der Waffenruhe
anzuschließen. Russland und die Türkei
hatten im vergangenen September in So-
tschi eine Waffenruhe für Idlib ausgehan-
delt. Mit dem Abkommen wurde eine dro-
hende Offensive des syrischen Machtha-
bers Baschar al Assad abgewendet, doch
wurde es nie komplett umgesetzt.(AFP)

Keine stichhaltigen Gründe


Kann das Parlament Johnson jetzt noch stoppen?


Ein Sturm zieht auf


Schickt seinen Vizepräsidenten nach Polen:Donald Trump mit Mike Pence am Donnerstag in Washington Foto dpa


Wichtiges in Kürze


Notaufnahme?


Ist das wirklich


nötig?


Bei akuten Beschwerden und nicht lebensbedrohlichen


Krankheiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst der


Kassenärztlichen Vereinigungen: 116117–die Nummer
mit den Elfen. Bundesweit erreichbar außerhalb der

Sprechzeiten, am Wochenende und an Feiertagen.
Mehr unter116117.de

kbv.de


Trump sagt wegen


Hurrikan „Dorian“


seine Polen-Reise ab.


Dabei wollte er dort


nicht nur des


Ausbruchs des Zweiten


Weltkriegs gedenken.


Doch auf die Stimmen


aus Florida kann er


nicht verzichten.


Von Gerhard Gnauck


und Majid Sattar

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