Land Zauber

(Kiana) #1

Von anke GöbeL


A


uch unsere Sprache ist mit »steinalten« Redens-
arten »gepflastert« und spiegelt damit wider,
welche Bedeutung dieses ursprüngliche Bau-
material noch immer für uns hat. Die viel-
fältigen Verwendungsmöglichkeiten der verschiedenen
Gesteinsarten lassen unzählige Ideen sprießen, die auch
in der Gartengestaltung immer wieder zu überzeugen-
den Resultaten führen.


Struktur in grünen Oasen
Die Grünanlage rund ums Haus bedarf einiger Überle-
gungen: Wie anfangen? Auf was ist Verlass? Auf das junge
Gemüse und die kurzlebigen Sommerblumen jedenfalls
nicht. Hier kommt Naturstein ins Spiel: Wege, Plätze und
Mauern gehören zu den prägenden Bestandteilen des
Gartens. Ähnlich dem Grundriss eines Hauses bleiben sie
lang erhalten. Treppen führen auf und ab in neue Garten-
welten. Steinbänke, Brunnen und Wasserbecken lassen
uns verweilen und die Zeit vergessen.


Blickfänge mit oder ohne Blüten
Geschickt platzierte Pflanzgefäße und Skulpturen wecken
Interesse und lenken den Blick. Geschmackvolle Sonnen-
uhren, Steinlaternen oder Vogeltränken verbinden Schön-


heit und Funktion. Auch alte Mühlsteine können einen
Ehrenplatz erhalten, denn als Zeugen vergangener Zeiten
sind sie es wert, vor dem Vergessen gerettet zu werden.
Das »versteinerte Antlitz« beschreibt eine unbewegliche
Mine. Doch auch Steine verändern im Lauf der Zeit ihr
Gesicht: Sie verwittern allmählich und eine Patina aus
Flechten und Moosen lässt sie Stück für Stück mit dem
Garten eins werden.

18 — Landzauber

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