gute fahrt

(Darren Dugan) #1

441 Sp
ecial
1 Automobil



  • Museen


leit­


Reise


Mit seinen prunkvollen
historischen Bauten gilt
das Zentrum Dresdens
selbst als ausgedehntes
Freilichtmuseum. Ältestes
Renaissancegebäude der Stadt ist das
Johanneum, welches seit 1952 das städ­
tische Verkehrsmuseum beherbergt. Nach
umfangreichen gestalterischen Änderun­
gen steht die neue Dauerausstellung "Vor­
fahrt" im Mittelpunkt, die durch 200 Jahre
Straßenverkehrsgeschichte führt - von
der Postkutsche und Sänfte über das
Laufrad und die ersten Motorfahrzeuge
bis hin zu heutigen Automobilen wie dem
E-Golf. Um ausreichend Platz für eine
große Vielfalt an Fahrzeugen zu schaffen,
wurde die Inszenierung um eine Hochstra­
ße im Gebäude erweitert, so dass sich
die Entwicklung der Zweiräder, Automo­
bile und Nutzfahrzeuge über zwei Ebenen
erstreckt. Der Rundgang mündet allerdings
nicht in der Gegenwart. Vielmehr wurde
mit dem "Zukunftslabor" eine moderne
Informations-und Mitmachstation zur Mo­
bilität von Morgen geschaffen. Welche
Perspektiven etwa Experten für die kom­
menden Jahrzehnte erwarten, veranschau­
lichen aufgezeichnete Interviews, die an
Bildschirmen abgerufen werden können.
Neben der individuellen Fortbewegung
am Boden befassen sich weitere Bereiche
mit dem Eisenbahn-, Schiffs-und Luftver­
kehr. Weiterführende Informationen zu
aktuellen und kommenden Sonderausstel­
lungen sowie dem pädagogischen Ange­
bot können dem Internetauftritt des Mu-
seums entnommen werden.

Verkehrsmuseum Oresden, Augustusstr. 1, 01067
Oresden, Tel. 0351 1 86 44 0, http://www.verkehrsmuseum­
dresden.de; Öffnungszeiten: Oienstag bis Sonntag von
10:00 Uhr bis 18:00 Uhr, auDer 24. und 25.12. sowie
31.12 und 1.1; Eintritt: Erwachsene 9 Euro, offene
Führungen im Eintrittspreis enthalten

Doktor­


Titel


Wussten Sie, dass ein
Elektroauto im Jahr
1899 erstmals die Tem­
poschwelle von 1 00
kmlh geknackt hat? Die­
ses einer Rakete ähnelnde Fahrzeug ist
ebenso Teil der Sammlung des Museum
Autovision wie die größte Kollektion an
Vorkriegsfahrzeugen von NSU.lnsgesamt
zählt das von einer Stiftung getragene
Museum in Altrußheim bei Hockenheim
über 200 Exponate, gegliedert in sechs
Themenbereiche. In der Vorkriegshalle
wird die Fahrradgeschichte ab 1817 nach­
gezeichnet sowie die Entwicklung des
Motorrades ab 1897. Die Automobilge­
schichte wird mit einem Elektroauto von
1881 begonnen. In der nächsten Halle
zeichnet das Museum anhand zahlreicher
NSU-Typen die Nachkriegsmobilität nach,
zudem widmet sich dieser Bereich dem
Motorsport und zahlreichen Weltrekorden.
Eine Sonderfläche befasst sich ausschließ­
lich mit der Sportwagen-Schmiede Bu­
gatti, insbesondere dem Mythos T57. Wer
sich für den Wankelmotor im Detail inter­
essiert, trifft im nächsten Bereich auf eine
Sammlung von über 80 Motoren und mehr
als 20 Fahrzeugen mit diesem unkonven­
tionellen Verbrennungskonzept. Zwei wei­
tere Hallen sind der Gegenwart und Zu­
kunft gewidmet. Elektro-und Hybrid-Tech­
nologien werden dort ebenso anschaulich
dargestellt wie die Konzepte Wasserstoff­
und Brennstoffzellen-Antrieb. Es hat schon
fast einen universitären Charakter, was
dieses Museum auf 2.000 Ouadratmetern
Ausstellungsfläche komprimiert.

Stillung Museum Autovision, Hauptstr. 154,68804
AltiuDheim, Tel. 062 05 /307 661, http://www.museum­
autovision.de; Öffnungszeiten: oonnerstag bis Sonntag
von 10:00 Uhr bis 17 :00 Uhr, auDer 24. und 25. t 2. &
31.t2 und 1.1; Eintritt: Erwachsene 6 Euro, Führungen
bis etwa 30 Personen (diverse Gruppentarife)

Der frühe


Porsche


Ernst Pieeh, Enkel des
visionären Konstruk­
teurs Ferdinand Por­
sehe, lädt in seinem Mu-
seum Fahr(t)raum zu
einer Reise in die facettenreichen Anfangs­
tage des Automobilbaus. Beim Rundgang
in der ehemaligen Schuhfabrik in Mattsee
nahe Salzburg, begegnen dem Besucher
keine Nachkriegs-Sportwagen sondern
vorwiegend Fahrzeuge des österreichi­
schen Konstrukteurs, die in den Jahren
1900 bis 1935 etwa bei Lohner und
Austro-Daimler in Wien entstanden. Dar­
unter befinden sich einmalige Modelle wie
der Lohner-Porsche-Mixte von 1901 sowie
ein Prinz-Heinrich-Wagen, der erste Sport­
wagen der Welt.
In der modern gestalteten Erlebniswelt
wird deutlich, wie früh sich Porsche für
den Motorsport begeistern ließ und wei­
che Entwicklungen er bereits vor über 11 0
Jahren vorangetrieben hat, die heute mehr
denn je wieder an Bedeutung gewinnen:
Elektromobilität und Hybrid-Antriebe.
Ungewöhnlich: Die damaligen Technolo­
gien lassen sich nicht nur theoretisch er­
kunden, es besteht bei Voranmeldung
auch die Möglichkeit, sie wirklich zu "er­
fahren". Alle Fahrzeuge sind zugelassen
und können bei Ausfahrten erlebt werden.
Überraschend auch, dass im neu geschaf­
fenen Bereich "Traktor Stad I" die Mecha­
nisierung der Landwirtschaft im Mittelpunkt
steht. Porsche befasste sich seit 1915 mit
bäuerlichen Zugmaschinen, die in den
50er und 60er Jahren auch unter seinem
berühmten Markennamen erfolgreich ver­
kauft wurden.

Fahr(t)raum, Passauer Str. 30, 5t 63 Mattsee 1
Österroich, Tel. 0043 62 17 1 592 32, http://www.fahrtraum.at;
Öffnungszeiten: Täglich von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr;
Eintritt: Erwachsene 13 Euro, Führungen mit
Anmeldung bis 25 Personen 60 Euro
Free download pdf