Berliner Kurier - 18.08.2019

(WallPaper) #1
BERLINERKURIER,Sonntag, 18. August 2019

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BERLINERKURIER,Sonntag, 18. August 2019

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BERLIN


Berl in – Erst die Kleinen,
danndieGroßen!AmTagvor
dem Bundesliga-Debüt der
Union-Helden feierten die
Minis ihren Saison-Auftakt.
Union hatte die U7-Teams
von Treptow-Köpenick zum
Turnier eingeladen. 100 Kids
und 19 Mannschaften aus
acht Vereinen: Sie kickten
wie die Profis–und freuten
sich schon wie Bolle auf das
EiserneSpektakelheute.

Die Schwestern Anouk, Valeria
und Dalia (6) sind Drillinge. Sie
spielen Seite an Seite in der G-
Jugend der SG Grün Weiß
Baumschulenweg. Aber über
ihren Tipp für den
Union-Sieg gegen
Leipzig werden sie
sich nicht so recht
einig–irgendwas

VonM.WILMS und
S. GUDATH(Fotos)

zwischen 1:0 und 3:0. Hauptsa-
che, Union gewinnt. Die Mäd-
chen stehen mitten im Gewusel
auf einem Trainingsplatz am
Nachwuchsleistungszentrum.
Gewusel ist eigentlich noch
untertrieben, denn alle U7-
Teams kicken gleichzeitig auf
dem in kleinere Spielfelder un-
terteilten Rasenplatz. „Beim
Mini-Fußball-Festival
geht es uns darum,
dass jedes
Kind viel
Spiel-
zeit,

viele Ballkontakte, Torchancen
und Erfolgserlebnisse hat“, sagt
Union-Bereichsleiter Paul Kü-
chenmeister (34). Jede Mann-
schaft bestreitet sieben Spiele,
die je sieben Minuten dauern.
Drei gegen drei, ohne Torwart.
Diese Regeln empfiehlt der
DFB für die Mini-Altersklasse.
Der

Profi-Klub Union hat selbst kei-
ne G-Jugend. Aber er stellt dem
Mini-Nachwuchs von Köpe-
nick gern seine Anlagen und
sein Know-how zur Verfügung.
In einer Spielpause klettern
ein paar Jungs auf die Schul-
tern ihrer Väter und schauen
über den Zaun: Sie wollen her-
ausfinden, ob dahinter die er-
wachsenen Eisernen vielleicht
ein Abschlusstraining ab-
solvieren. „Ich möchte
später auch mal
Fußballprofi
bei Union
werden“,
sagt
Benno
(6),

der die Nummer 10 bei der SG
Grün Weiß Baumschulenweg
trägt. Er spielt am liebsten in
der Abwehr oder im Tor. Sein
Fußball-Star ist: Union-Kapi-
tän Christopher Trimmel (32).
In der Vorbilder-Frage ist
Mats Podolski (6) vom Grünau-
er BC anderer Ansicht. Er sagt:
„Ich mag Felix Kroos!“ Aber
dessen Bruder, Weltmeister
Toni Kroos von Real Madrid,
sei auch ganz okay. Beim Mini-
Fußball-Festival hat Mats
„schon mehrere Tore“ geschos-
sen, was ihn seinen Sport-Ido-
len ja bereits recht nahe bringt.
Noch ganz neu in seinem Ver-
eine ist dagegen Valentin (6)
vom Köpenicker SC, dem Klub
in Orange. „Er ist gerade einge-
schult worden, aber der Fuß-
ball gibt ihm die Chance, seine
Kita-Freunde wiederzusehen“,
sagt Valentins Mutter. Kame-
radschaft und Teamgeist: Diese
Werte werden beim Mini-Fuß-
ball-Festival groß geschrieben.

Deshalb gibt es
auch keine Sieger-
ehrung, sondern
alle Teams dürfen
noch mal nach vor-
ne kommen–und
so laut wie möglich
ihren jeweiligen
Schlachtruf zum
Besten geben.
Nach zwei Stun-
den Fußball haben
die insgesamt 100
Jungen und Mäd-
chen jetzt wieder
Zeit, über die große
Frage zu fachsim-
peln: Wie geht das
Union-Spiel gegen
die Leipziger Brause-
Truppe aus? Adrian
Kucak (6) vom Friedrichshage-
ner SV tippt auf einen 3:2-Sieg
für die Eisernen. Stine Auer-
bach (5) schaut fragend ihre
Mutti und Trainerin Melanie
(41) von der SG Grün Weiß
Baumschulenweg an. Richtig

gut im Fußball sei Union ja auf
jeden Fall, aber ein genaues Er-
gebnis? Schließlich legt sich
Stine auf einen Tipp fest: „6:1.“
Wir, die KURIER-Reporter,
müssen zugeben, dass wir noch
eine andere Frage gestellt

haben–und zwar
eine Fangfrage. Wir
wollten von den Kindern wis-
sen, ob sie außer Union noch ei-
nen zweiten Bundesliga-Verein
mögen. Aber wir können an die-
ser Stelle verraten: Sieht man
von vereinzelten Hertha- und

Dort-
mund-
Nennungen ab, ist Union für die
Kids einfach der Helden-Klub
der Stunde. Oder in den Worten
der Drillinge Anouk, Valeria
und Dalia: „Die können schnell
rennen und schießen Tore.“

Trainerinnen-Tochter
Stine Auerbach (5)aus
Treptowwagt einenTipp
für das Bundesliga-
Spiel Union gegen
Leipzig. Sie ist
sicher,dass
die Eisernen
gewinnen –
mit 6:1.

Vordem Union-Spiel


gegen Leipzig kickten


Köpenicks U7-Teams


an der Alten Försterei


h D
m

MatsP()
vomGr
ein Bew
Union-S
Felix Kr
dessen
der Ton

odolski( 6 )
ünauer BC ist
wunderervon
Spieler
roos und
Bru-
ni.

Köpenick gegen Köpenick
und derSSVKöpenick Oberspree legen:Der SC inOrange
los.

Clan-Fehde
Großeinsatz

in Neukölln
2 SEITE 8

Molkenmarkt
Dasneue Herz

für Berlins Mitte
2 SEITEN6–

BorisVelter,
51 Jahre,
alt,ist
Gesund-
heits-
experte.

Foto: SenGPG

Ehre,wemEhregebührt!


E


in Glück, dass er nicht
nachtragend ist. Boris
Velter, im Dezember 2018
als Gesundheitsstaatssek-
retär von der Senatorin Di-
lek Kalayci (SPD) entlassen
und durch Martin Matz er-
setzt, dient Berlin wieder.
Die Gründe der Entlassung
waren im Dunkeln geblie-
ben. Die offizielle Begrün-
dung, wenig nett: „Die in
der zweiten Hälfte der Le-
gislaturperiode anstehen-
den Herausforderungen
haben diesen Wechsel er-
forderlich gemacht.“ Jetzt
wird der Mann, dem unver-
blümt Inkompetenz vorge-
worfen worden war, als
Leiter der Geschäftsstelle
„Gesundheitsstadt Berlin
2030“ tätig werden. Be-
gründung des Regierenden
Bürgermeisters Michael
Müller: Velter sei ein ausge-
wiesener Gesundheitsex-
perte, langjährig erfahren,
bundesweit vernetzt und
Kenner des Berliner Ge-
sundheitswesens ... Die
Stelle, die er jetzt leitet, soll
Empfehlungen einer Kom-
mission umsetzen. Die hat-
te 2018 vorgeschlagen, die
Zusammenarbeit des Uni-
klinikums Charité mit dem
landeseigenen Kranken-
hauskonzern Vivantes zu
verbessern, zum Beispiel in
Forschung und Ausbildung.
Das wird Velter können, lo-
ben ihn doch selbst Oppos-
titionspolitiker. GL Benno(li.) rennt mit dem
Ball auf Adrian (6)
Friedrichshagenervom
Sie liefern sich ein Duell.SV zu.

Benno (6)
sitzt auf den
Schultern
vonPapa
Thomas. Er
will sehen,
ob Unioner
hinter dem
Zaun kicken.

Somini


undschon


soEisern!


Die Schwestern Anouk,
Valeria undDalia wissen,
wasimFußball wichtig ist
–„Tore schießen!“

Felix undDjordi kicken in
Orange: Die Jungsvom
Köpenicker SC müssen
einen Angriffabwehren.

DER


ROTE


TEPPICH

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