nahmemannschaften von Airbus und
Iran Air dann im Toulouser Ausliefe-
rungszentrum die gelungene Übergabe.
In Marathonsitzungen zwischen Weih-
nachten und Neujahr hatten sie die erst
am 22. Dezember vertraglich fixierte Be-
stellung und den zugehörigen Papier-
krieg bewältigt. Flugzeugbau ist ein in-
ternationales Geschäft, und so sind auch
andere Nationen in die vielseitigen Ge-
nehmigungsprozesse eingebunden. Etwa
die USA, wenn es um die Lieferung die-
ser A321 mit CFM56-5B3/3-Triebwer-
ken geht oder um deren moderne Cock-
pitavionik.
200 NEUE FLUGZEUGE
IN DEN NÄCHSTEN ELF JAHREN
„Wir wollen insgesamt 200 neue Ver-
kehrsflugzeuge in den nächsten elf Jah-
ren kaufen“, sagte Iran-Air-Vorstands-
chef Farhad Parvaresh in Toulouse. In
diesem Jahr kämen noch fünf weitere
Flugzeuge der A320-Familie hinzu und
drei Airbus A330. „Das gab es noch nie:
Wir haben bestellt, und schon wenige
Wochen später wurde geliefert“, staunte
der iranische Manager.
Nur noch 23 ältere Jets, Durch-
schnittsalter 25 Jahre, konnte er zuletzt
im aktiven Bestand von Iran Air einset-
zen, um sechs Millionen Passagiere im
Jahr zu befördern. Der Rest, darunter
alleine acht Boeing 747, musste abge-
stellt werden, weil sich die Wartung
wirtschaftlich einfach nicht mehr lohnte.
Rein technisch beherrschen die Iraner
dagegen auch die Reparatur von exo-
tischsten Oldies, die sie mit sämtlichen,
aktuell erlassenen Lufttüchtigkeitsan-
weisungen nach allen Regeln der Kunst
auf dem Laufenden halten. So gehört
auch noch immer ein Airbus A300B4,
Mit großen Bildschirmen ist die neue
A321-Kabine komfortabel ausgestattet.
Piloten und Flugbegleiter von Iran Air
in einem Airbus A300B4.
Noch immer fliegt bei Iran Air die
A300B4 im Liniendienst.
32 FLUG REVUE A pr i l 2017
Zivilluftfahrt
Erster Airbus A321 für den Iran
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