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litten häufig an - mitunter tödlichem -
Durchfall und bekamen Lepra, weil sie
sich nach jedem Beischlaf von Kopf bis
Fuß wuschen. Als besonders befremd
lieh empfand Zhou die Khmer-Frauen:
"Wenn ein Gatte nicht die Wünsche
seiner Frau befriedigt, wird er auf der
Stelle verlassen. Hat er weit weg zu tun,
aber er ist dabei nur ein paar Nächte
auswärts, dann ist es in Ordnung. Sind
es aber zehn oder mehr, dann wird sie
sagen: ,Ich bin doch kein Geist, warum
soll ich allein schlafen?"'
Am häufigsten ziehen die Khmer auf
den Tempelbildern gegen die Cham in
den Krieg. Die einfachen Soldaten mar
schieren bei Trommel- und Trompe-
tenklang zu Fuß, der Unterführer sitzt
hoch zu Ross, und der General gibt sei
ne Befehle von ganz oben auf dem Rü
cken eines gewaltigen, geschmückten
Kriegselefanten. Die Khmer stellen aber
auch mit galeerenähnlichen Ruderboo
ten auf dem "Großen See" südlich von
Angkor die Flotte der Feinde und ver
nichten sie. "Rot von Blut" sei der See
gewesen, besagt eine Inschrift.
D
ie wenigen Male, wo wir uns
dem König gegenübersehen,
steht -oder besser sitzt -er na
türlich im Mittelpunkt. Überlebensgroß
im Vergleich zu den Höflingen, die ihn
devot umgeben. Meist sind grazile Tän-
Ve rsunkene Reiche
zerinnen nicht weit, die ihm zu Harfen-,
Lauten- und Flötenklängen anmutig die
Zeit verkürzen. Sie sind das irdische Ge
genstück der mythischen "Apsaras", der
Nymphen auf zahllosen Tempelbildern.
Der König konnte auf fünf Ehefrauen
zurückgreifen, eine "für das Privatge
mach", so Zhou, "v ier weitere für die
vier Himmelsrichtungen".
"Zwangsläufig lebte der Herrscher
wie eine Spinne im Mittelpunkt eines
riesigen Netzes an Funktionen aller Art,
umgeben von einem Heer an Kammer
dienern, Putzfrauen, Zofen, Köchen,
Lastenträgern, Boten, Fuhrmännern,
Handwerkern ... ", so der Historiker I an
Mabbett. Laut Zhou sollen jeden Tag