keinen grossen Wert. Ich sehe hier keinen Markt,
aber viele gravierende Risiken.
Die treibenden Kräfte in der Forschung zur
künstlichen Intelligenz sind private Firmen.
Wie verhindern wir, dass wir komplett von
ihnen abhängig werden?
Gefährlich wird es, wenn eine Firma exklusiven
Zugang zu öffentlichen Daten bekommt, sie die
Lösung für ein Problem entwickeln kann und das
Gesundheitswesen oder die Stadt von ihr ab-
hängig wird. Wenn Private Zugang zu öffentlichen
Daten erhalten, darf das nur unter Bedingungen
geschehen, die das öffentliche Interesse schüt-
zen und Missbräuche ausschliessen.
In China muss sich die Forschung nicht mit
Datenschutz und Persönlichkeitsrechten
herumschlagen. Verlieren wir den Anschluss,
wenn wir an unseren Prinzipien festhalten?
Im Gegenteil. Unsere Forschungskultur bringt
zurzeit immer noch die besten Ergebnisse her-
vor. Noch vor nicht allzu langer Zeit, man denke
ein paar Jahrzehnte zurück, haben wir selber
ethisch problematische Forschung betrieben,
zum Beispiel gefährliche medizinische Experi-
mente an Menschen – ohne deren Einwilligung.
Wir haben aber gemerkt, dass Forschung, die
Menschenwürde und Menschenrechte ignoriert,
keinen wirklichen Fortschritt darstellt.
Millionen Menschen haben diesen Sommer ein
Foto von sich auf Faceapp geladen, um zu sehen,
wie sie in 20 Jahren aussehen könnten. Warum
zögern wir, einem Spital unsere entperso nalisier
ten Blutdruckdaten zu geben, stellen aber selbst
extrem persönliche Dinge irgendwelchen Firmen
bedenkenlos zur Verfügung?
Ich glaube nicht, dass wir Menschen diese
beiden Szenarien explizit vergleichen. Entschei-
dungen fallen manchmal spontan und ohne
komplexe Abwägungen. Auch das macht uns
Menschen aus, und es sollte nicht ausgenutzt
werden.
Können Maschinen heute fundiertere
Entscheidungen treffen als wir?
Computer können in bestimmten Fällen klar
definierte Probleme besser lösen als wir. Aber
wir sind komplexe Wesen in einer komplexen
Welt. Wenn wir alle Entscheidungen einer Künst-
lichen Intelligenz überlassen, werden wir aber
die Fähigkeit verlieren, abzuwägen, Vor- und
Nachteile eines Entscheids herauszuarbeiten,
auf den Bauch zu hören und unserem Urteil
zu vertrauen. Wir werden handlungsunfähig.
Darum müssen wir lernen, uns von Computern
helfen zu lassen, Entscheidungen aber immer
noch selber zu treffen.
INTERVIEW: RAPHAEL BRUNNER UND PETER JOHANNES MEIER
«Gefährlich
wird es,
wenn
eine Firma
exklusiven
Zugang zu
öffentlichen
Daten
bekommt.»
Beobachter 18/2019 21
Yana F., Beobachter-Mitglied
"
Gut zu wissen, dass man im Ernst-
fall jemanden an seiner Seite hat."
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