Beobachter - 30.08.2019

(Jeff_L) #1

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Beobachter 43
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FOTOS:AU
Namegeändert
S«HEIMEFÜRDIESCHWERERZIEHBAREJUGENDINDER
SCHWEIZ»,HG.V.SC
HWEIZ.VERBANDFÜR
SCHWERERZIEHBARE
, 1933 ;PRIVAT
FOTO:PRIVAT
Willy Mischler: «Wir haben
unglaublich viel erreicht»
DAS IST PASSIERT: Willy Mischler stammt aus einer zerrütteten Familie und
kam 1960 als Dreijähriger ins Waisenhaus Mariahilf der Ingenbohler Schwestern
in Laufen BL (damals BE). Er erlebte folterähnliche Strafen. So hielt ihn eine
Nonne an den Beinen und tauchte ihn kopfüber in einen Wassereimer.
Er machte eine Maurerlehre und arbeitete sich zum Immobilienberater hoch.
In meinem Umfeld wusste nie-
mand etwas über meine Kindheit.
Während Jahrzehnten konnte ich
kaum darüber sprechen. Heute weiss
ich: Ich muss mich nicht für meine
Geschichte schämen. Die Suche nach
Akten war sehr aufreibend, aber es
hat sich gelohnt. Es war eine unglaub-
liche Genugtuung, als ich im Berner
Stadtarchiv ein Dokument fand,
wonach während meiner Zeit eine der
Ordensschwestern wegen überharter
Strafen das Heim verlassen musste.
Total enttäuscht bin ich von der
Untersuchung des Klosters. Ereignisse
wurden beschönigt und negiert. Vor
zwei Jahren konnte ich drei Schwes-
tern und den Leiter der Untersuchung
treffen. Es war unglaublich, sie glaub-
ten mir nicht. Erst am Schluss des
Gesprächs bestätigte die jüngste der
Schwestern meine Erinnerungen und
bedauerte, was uns angetan wurde.
Neulich bat ich nochmals um ein Ge-
spräch. Eine Entschuldigung hätte als
versöhnliche Geste Teil des Dokumen-
tarfilms «Hexenkinder» werden sollen.
Das Kloster lehnte ein Treffen ab.
Wir Betroffenen haben unglaublich viel
erreicht. Als Folge des übermässigen
Stresses in der Jugend bin ich gesund-
heitlich angeschlagen. Ich habe eine
chronische Nebenniereninsuffizienz.
Aber mir geht es so weit gut, andere
hatten weniger Glück im Leben. Ich
bin froh, dass ich meine Geschichte
aufgearbeitet habe. Heute ist das
Thema für mich abgeschlossen.
Beobachter Nr. 10/2010
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