SEITE 26·SAMSTAG, 31. AUGUST 2019·NR. 202 Unternehmen FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
A
ls die irische Regierung vor eini-
gen Monaten den Namen des
nächsten Gouverneurs der No-
tenbank bekanntgab, ging ein
Raunen durch die Finanz- und Wirt-
schaftsszene des Landes. Gabriel...
Wer? Gabriel Makhlouf ist bis heute fast
allen ein totaler Unbekannter. „Ich hatte
noch nie von ihm gehört, und es war eine
große Überraschung für alle hier, als er
nominiert wurde“, sagt der Chefvolkswirt
einer der größten Banken des Landes der
F.A.Z. Bis heute weiß auch niemand, wo-
für Makhlouf geldpolitisch steht.
Was man kennt, sind Stationen aus
dem Lebenslauf des Mannes, der bis vor
kurzem als höchster Beamter im Finanz-
ministerium von Neuseeland arbeitete.
Vom 1. September an wird er also die Zen-
tralbank der grünen Insel leiten und da-
mit auch Mitglied im Rat der Europäi-
schen Zentralbank. Er ersetzt in Dublin
Philip Lane, der zum EZB-Chefvolkswirt
aufgestiegen ist. Makhlouf wird der erste
Mann aus „Übersee“ sein, der die Dubli-
ner Zentralbank in ihrer 76-jährigen Ge-
schichte leitet.
Geboren wurde er 1960 in Kairo als
Sohn eines zyprisch-britischen Vaters,
eines UN-Beamten, und einer griechisch-
armenischen Mutter. In seiner Jugend zog
die Familie viel herum, da sein Vater ver-
schiedene UN-Posten innehatte.
Makhlouf studierte an den englischen
Universitäten Exeter und Bath Wirtschaft
und begann dann eine Karriere im briti-
schen Schatzamt, die ihn weit hinaufführ-
te. Zuletzt war er General-Privatsekretär,
also Chefberater, des damaligen Finanz-
ministers Gordon Brown von der Labour-
Partei. 2010 ging Makhlouf nach Neusee-
land und wurde Chefbeamter des dorti-
gen Finanzministeriums. Von Staatsfinan-
zen muss er etwas verstehen, aber von
Geldpolitik?
Immerhin hat sein Lebenslauf die iri-
sche Regierung so überzeugt, dass sie den
externen Kandidaten unter verschiede-
nen Bewerbern auswählte. Wenig später
kamen aber Zweifel auf, es gab kritische
Schlagzeilen in der Presse, denn das New
Zealand Treasury war unter Makhlouf in
einen Datenleck-Skandal verwickelt:
Über die Internetseite des Ministeriums
konnten in einem Hackerangriff Daten
von Steuerzahlern abgezapft werden, sie
waren nicht richtig geschützt. In einem
staatlichen Prüfbericht über die Affäre
hieß es, Makhlouf habe „unvernünftig ge-
handelt“. Irlands Premier Leo Varadkar
verlangte eine öffentliche Erklärung, wie
das habe passieren können. Auch frühere
Notenbankchefs der Insel äußerten sich
intern kritisch. Die Kontroverse hat
Makhloufs Berufung zum zwölften Gou-
verneur der Zentralbank indes nicht ge-
stoppt.
In Irland wartet auf ihn keine leichte
Aufgabe. In zwei Monaten steht der briti-
sche EU-Austritt an, das sieht zumindest
das offizielle Datum vor. Ein harter, turbu-
lenter Brexit wird auch Irlands Wirtschaft
erheblich belasten, besonders den Han-
del. Bis zum vergangenen Jahr lief die
Wirtschaft außerordentlich gut, zehn Jah-
re nach der Finanzkrise hat sich der kelti-
sche Tiger kräftig erholt.
Die „Banc Ceannais na hÉirann“, wie
die Zentralbank offiziell auf Irisch-Gä-
lisch heißt, hat 2017 ein neues Bürogebäu-
de am Nordufer des Flusses Liffey bezo-
gen, einen futuristisch geschwungenen
Klotz mit goldglänzender Gitterhaut
nahe dem Hafen von Dublin. Ironischer-
weise war das Gebäude ursprünglich für
die Anglo Irish Bank entworfen worden,
jene Pleitebank, die in der Immobilien-
und Finanzkrise kollabierte, verstaatlicht
und abgewickelt wurde. Die Zentralbank
übernahm den Rohbau und stellte ihn fer-
tig. Wo früher Hafenlager standen, erhebt
sich heute der Finanz- und Tech-Bezirk
Dublins, etwas südlich liegt etwa das Goo-
gle-Europahauptquartier.
Und nahe Makhloufs neuer Wirkungs-
stätte drehen sich auch wieder große
Baukräne, die davon zeugen, dass Irland
wieder einen Bau- und Immobilienboom
erlebt, getrieben auch durch die sehr
niedrigen Zinsen. Die Preise sind seit
dem Verfall in der Krise wieder
rasant gestiegen, so dass manche vor ei-
ner neuen Überhitzung und der Bildung
der nächsten Blase warnten. Dann müss-
ten die Zentralbank und die Bankenauf-
sicht einschreiten; an der Krise von 2009
trugen sie eine Mitschuld, wie der folgen-
de Notenbankchef Patrick Honohan in
seinem Bericht feststellte. Angesichts
des Brexits, der seine Schatten voraus-
wirft, sind die Immobilienpreise zuletzt
deutlich langsamer gestiegen. Wirklich
einfach wird Makhloufs Aufgabe als
Chef-Geldpolitiker in Irland bestimmt
nicht. PHILIP PLICKERT
Ein Unbekannter als Notenbank-Chef
D
ie staatliche Förderbank KfW hat
den Posten der Chefvolkswirtin neu
besetzt. So wird die promovierte Volkswir-
tin Friederike Köhler-Geib diese Position
am 1. November antreten. „Frau Dr. Köh-
ler-Geib ist eine Ökonomin mit interna-
tionalem Profil und ausgewiesenen Kom-
petenzen in der Wirtschaftspolitik“, kom-
mentierte der KfW-Vorstandsvorsitzen-
de, Günther Bräunig, die Personalie. Sie
bringe breite Erfahrungen in der interna-
tionalen Makro- und Finanzökonomie so-
wie Kapitalmarktexpertise mit und arbei-
te seit vielen Jahren an der Schnittstelle
zwischen Politik und Finanzwirtschaft.
„Wir freuen uns auf ihre Expertise“, sagte
Bräunig. Köhler-Geib soll in der KfW so-
wohl die Leitung der volkswirtschaftli-
chen Abteilung (KfW Research) als auch
die Position der Chefvolkswirtin überneh-
men. Sie verfügt über 17 Jahre Erfahrung
bei der Weltbank, dem internationalen
Währungsfonds und im Finanzsektor, da-
von zuletzt seit 2017 als Chefvolkswirtin
für Zentralamerika bei der Weltbank. Re-
gionale Schwerpunkte ihrer wirtschafts-
politischen Beratungstätigkeit und volks-
wirtschaftlichen Forschung liegen in Eu-
ropa, Lateinamerika, Asien und Afrika.
In der KfW folgt Friederike Köhler-
Geib in ihrer neuen Funktion auf Jörg
Zeuner, der die Bank im Frühjahr 2019
verlassen hat. Zeuner hatte die Position
des Chefvolkswirtes bei der KfW seit
2012 inne. Der 47-jährige promovierte
Ökonom hat inzwischen seine neue Auf-
gabe als Managing Director in dem neu
gegründeten Bereich „Research & Invest-
ment Strategy“ der Union Investment
übernommen. Er fungiert zudem dort als
Chefvolkswirt und stimmberechtigtes Mit-
glied im Union Investment Committee
(UIC). ins.
Linie plant länger ohne 737-Max
Die Hoffnungen von Fluggesellschaften
auf eine baldige Wiederzulassung von
Boeing-737-Max-Jets schwinden. Am
Freitagabend teilte die amerikanische
Gesellschaft United Airlines mit, nun bis
zum 19. Dezember – einen Monat länger
als bisher – ohne den Flugzeugtyp zu pla-
nen. Insgesamt voraussichtlich rund
9500 Flüge dürften deshalb entfallen.
Die Gesellschaft Southwest Airlines
streicht 737-Max-Flüge sogar bis Anfang
Januar. Der Flugzeugtyp darf nach zwei
Abstürzen im Oktober 2018 und März
2019 nicht mit Passagieren fliegen. tko.
Ermittlungen gegen Huawei
Gegen den chinesischen Handy-Herstel-
ler und Netzausrüster Huawei sind ei-
nem Bericht zufolge in Amerika neue Er-
mittlungen wegen des Verdachts auf
Technologie-Diebstahl eingeleitet wor-
den. Dem Konzern werde vorgeworfen,
über Jahre geistiges Eigentum von Ein-
zelpersonen und Unternehmen gestoh-
len zu haben, berichtete das „Wall Street
Journal“ unter Berufung auf mit den Vor-
gängen Vertraute. Auch soll Huawei Mit-
arbeiter von Konkurrenten abgeworben
haben. Das amerikanische Justizministe-
rium beschuldigt Huawei, gegen Iran-
Sanktionen verstoßen zu haben. Reuters
OHB entwickelt Trägerrakete
Der Bremer Satellitenhersteller OHB
steht vor dem Bau einer eigenen kleinen
Trägerrakete. Erste Tests wesentlicher
Subsysteme wie einer Turbopumpe sei-
en erfolgreich abgeschlossen, der Erst-
flug sei für Ende 2021 geplant, sagte ein
OHB-Sprecher. Der Markt für den Trans-
port kleiner Satelliten ins All werde bis
2030 weiter stark wachsen. Für kleine
Nutzlasten seien große Trägerraketen
aber oft zu teuer. dpa-AFX
Windhorst kauft Werft ganz
Investor Lars Windhorst hat die ange-
schlagene Flensburger Schiffbau-Gesell-
schaft (FSG) komplett übernommen. Sei-
ne Investmentgesellschaft Tennor sei
nun alleiniger Eigener, teilte die FSG
mit. Die norwegische Siem Europe habe
ihre Restanteile übertragen. Windhorsts
Sapinda-Holding, die mittlerweile in Ten-
nor unbenannt wurde, war Anfang des
Jahres mit 76 Prozent eingestiegen. Für
2018 hatte die FSG 111 Millionen Euro
Verlust ausgewiesen – vor allem wegen
Verzögerungen bei einem Neubau. dpa
Apcoa steht zum Verkauf
Der Parkhaus-Betreiber Apcoa steht In-
sidern zufolge nach fünf Jahren wieder
zum Verkauf. Apcoa könnte dem Finanz-
investor Centerbridge mehr als eine Mil-
liarde Euro einbringen, sagten mit den
Plänen vertraute Personen. Die Invest-
mentbanken JP Morgan und Goldman
Sachs sollen demnach bei der Käufersu-
che helfen. Apcoa rechne im laufenden
Jahr mit einem operativen Gewinn (Ebit-
da) von rund 85 Millionen Euro und
könnte für mehr als das Zwölffache ver-
kauft werden. Centerbridge und die Ban-
ken wollten sich nicht äußern. Reuters
Halloren will sparen
Die Halloren Schokoladenfabrik will Pro-
dukte aus dem Sortiment nehmen und
sparen. Das Ziel, 2020 wieder Gewinn
zu machen, werde weiter angepeilt, hieß
es auf der Hauptversammlung am Frei-
tag. Der Umsatz hatte sich 2018 auf rund
57 Millionen Euro fast halbiert – auch
wegen des Verkaufs von Aktivitäten.
Das Unternehmen machte 2018 knapp
2,8 Millionen Euro Verlust. Aktuell geht
das Unternehmen von Verlusten von 1
bis 1,6 Millionen Euro aus. Halloren ist
nach eigenen Angaben die älteste Scho-
koladenfabrik in Deutschland. dpa
Gabriel Makhlouf Foto Bloomberg
D
er frühere Nationaltorwart Oliver
Kahn wird mit Eintritt in den Vor-
stand der FC Bayern München AG wei-
terhin unternehmerisch tätig bleiben,
für eigene Sponsoren werben und vor al-
lem auch dem öffentlich-rechtlichen
Fernsehsender ZDF als Fußballfach-
mann zur Verfügung stehen. Die Frage,
ob diese Konstellation Interessenkonflik-
te zur Folge hätte, wollten weder er noch
sein Management auf Nachfrage beant-
worten. Der Verein hatte am Freitag be-
kanntgegeben, dass der im Juni 50 Jahre
alt gewordene langjährige Bayern-Kapi-
tän im Januar nächsten Jahres in den Vor-
stand rücken und nach Ablauf des Vertra-
ges von Karl-Heinz Rummenigge Ende
2021 dessen Position als Vorstandsvorsit-
zender übernehmen wird. Kahn unter-
schrieb einen Fünfjahresvertrag.
Das ZDF bestätigte, dass der dreimali-
ge Welttorhüter während der Europa-
meisterschaft im nächsten Jahr an der
Seite des Moderators Oliver Welke einge-
setzt würde. „Seine internationale Exper-
tise kann er bei Spielen der National-
mannschaft wie in den vergangenen Jah-
ren sehr gut für die Zuschauer einbrin-
gen“, ließ ZDF-Sportchef Thomas Fuhr-
mann mitteilen. So wird Kahn also als
hochbezahlter Bayern-Vorstand im Auf-
trag des öffentlich-rechtlichen Senders
aus Mainz über Spieler des FC Bayern in
der Nationalmannschaft, aber auch von
gegnerischen Vereinen urteilen – und
das für eine satte Gage aus Rundfunkbei-
trägen. Das ZDF verwies darauf, dass
Kahn zu Spielen des FC Bayern nicht ein-
gesetzt würde. Im Februar beendeten die
ARD und Thomas Hitzlsperger ihre Zu-
sammenarbeit, nachdem der frühere Na-
tionalspieler Sportvorstand des VfB
Stuttgart geworden war.
Zugleich bleibt Kahn Gesellschafter
des von ihm mitgegründeten Unterneh-
mens Goalplay und will sich dort in Zu-
kunft weiter „einbringen“, wie er mittei-
len ließ. Die Position als Geschäftsführer
werde er Ende des Jahres aufgeben. Goal-
play bietet Leistungen für Fußballtorhü-
ter an – digitale und individualisierbare
Trainingspläne, Ausrüstung und ein Aka-
demieprogramm. Das in München ansäs-
sige Unternehmen bietet zudem Trainer-
ausbildung und Talentförderung für Na-
tionalverbände an. So gibt es eine Koope-
ration zur Ausbildung professioneller
Torhüter mit dem Fußballverband in Sau-
di-Arabien. Dies sei „ein nachhaltiges
Projekt, angelegt auf fünf bis acht Jahre“,
hatte Kahn im vergangenen Jahr gesagt.
Geld verdient der ehemalige Torwart
der Nationalmannschaft auch als Testi-
monial in der Werbung. So wirbt Kahn
für den Schokoladenriegel Snickers des
amerikanischen Herstellers Mars und
den südkoreanischen Elektronikkonzern
Samsung. Zudem besteht ein Werbever-
trag mit dem Sportwettenanbieter Tipi-
co, der ebenfalls Sponsor des FC Bayern
ist. Ob Kahn diese Vereinbarungen spä-
ter in der Funktion als Vorstandsvorsit-
zender weiterführen will und kann, ist
nicht bekannt.
Im vergangenen Jahr hatte ein Mit-
glied des FC Bayern auf der Jahreshaupt-
versammlung dem scheidenden Präsi-
denten Uli Hoeneß unter anderem Vet-
ternwirtschaft vorgeworfen, weil die
Bratwürstchen fürs Stadion aus dessen
Fabrik stammten. Das Unternehmen ge-
hörte da schon Hoeneß’ Kindern.
Als Nachfolger von Hoeneß soll nun
dessen enger Freund und früherer Adi-
das-Chef Herbert Hainer Präsident des
Vereins und Aufsichtsratsvorsitzender
der AG werden. Neben dem eingetrage-
nen Verein (75 Prozent) sind Adidas,
Audi und die Allianz mit jeweils etwa 8,3
Prozent an der Fußball-Kapitalgesell-
schaft beteiligt. Der Umsatz betrug zu-
letzt 657 Millionen Euro. ash.
KfW findet neue
Chefvolkswirtin
M
ichael Frege ist ein krisenerprob-
ter Wirtschaftsanwalt. Als Insol-
venzverwalter hat Frege, Partner der
Kanzlei CMS Hasche Sigle, schon die
deutsche Tochtergesellschaft von Leh-
man Brothers abgewickelt. Auch im In-
solvenzfall des traditionsreichen Ver-
sandhändlers Neckermann hat er das Ru-
der übernommen. In dieser Woche ver-
kündete Frege den Gläubigern der seit
Februar 2016 insolventen Maple Bank
gute Nachrichten: Von den angemelde-
ten Forderungen in Höhe von rund 2,7
Milliarden Euro sollen schon 70 Prozent
wieder reingeholt worden sein.
Neben dieser beeindruckenden Quo-
te, über die zuerst das „Handelsblatt“ be-
richtete, kam Frege zügig auch auf den
prominenten Rechtsstreit am Landge-
richt Frankfurt zu sprechen. Dort hatte
der Insolvenzverwalter die einstige Bera-
terin der Maple Bank, die britische Top-
Sozietät Freshfields Bruckhaus Derin-
ger, auf 95 Millionen Euro Schadener-
satz verklagt (Az.: 2-05 O 22/19). Deren
Steueranwälte hatten der Maple Bank
mit Gutachten die rechtliche Unbedenk-
lichkeit von Aktiengeschäften rund um
den Dividendenstichtag („Cum-Ex“) be-
stätigt. Freshfields war seinerzeit für
eine ganze Reihe von Banken als Gut-
achter tätig. Frege machte Anwälte sei-
ner Wettbewerber-Kanzlei für die Schä-
den der Maple Bank mitverantwortlich.
Das Bankhaus war zwischen 2006
und 2010 an dubiosen Aktiendeals betei-
ligt, an deren Ende die nur einmal ange-
fallene Kapitalertragsteuer mehrfach zu-
rückerstattet wurde. Der Schaden für
den Fiskus wird auf bis zu 450 Millionen
Euro geschätzt. Geeinigt haben sich der
Insolvenzverwalter und Freshfields au-
ßergerichtlich nun auf eine Zahlung von
50 Millionen Euro – also knapp die Hälf-
te der ursprünglichen Forderung. Der
Sprecher von Freshfields bestätigte die
einvernehmliche Rücknahme der Klage.
„Wir sind weiterhin der festen Überzeu-
gung, dass unsere Beratung der gelten-
den Rechtslage entsprach.“
Mit der Zahlung geht üblicherweise
kein Schuldeingeständnis einher. Aber
für die erfolgsverwöhnte Wirtschafts-
kanzlei Freshfields müssen 50 Millionen
Euro auch erst einmal zu stemmen sein.
Die zivilrechtliche Seite der Haftung
scheint geklärt. Strafrechtlich jedoch ste-
hen weiterhin zwei Steueranwälte im Fo-
kus der Cum-Ex-Ermittlungen der Ge-
neralstaatsanwaltschaft Frankfurt. mj.
MENSCHEN& WIRTSCHAFT
Mögliche Interessenkonflikte
desBayern-Vorstands Kahn
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Freshfields zahlt 50 Millionen Euro
Gabriel Makhlouf
kommt aus dem
Finanzministerium
Neuseelands, als
Geldpolitiker ist er ein
unbeschriebenes Blatt –
bald wird er Irlands
Zentralbank lenken.