Cultural Heritage and Natural Disasters

(Steven Felgate) #1

Space-Time Risks and the Ideal of Long-Term Stability 201


codes and artefacts would offer tolerance also for the
fleeting, the playful, for simulations and for the »intangible
alternative world« that recalls the past as echo or evoca-
tion of lost reality.


in Cultural Heritage. Insights from environmental economics. environ-
ment department of the World Bank, june 1996.


tion«, von Dichte und Komplexität können freilich auch auf
der Objektebene begleitende Maßnahmen vernünftig sein:
Aufklärung, stetige Aufmerksamkeit, Training von Exper-
ten, Investition in »redundante Systeme« und Erhaltung
dezentraler Systeme, wie zum Beispiel das Erhalten alter
Alpenübergänge. Notwendig erscheint auch eine politische
Theorie, die die »Nicht-Wiederholbarkeit des gesamten
Erbes« reflektiert, die Werterhaltung des Bestands möglich
macht und neue Wertkategorien etabliert. So könnte zum
Beispiel über langfristige und zum Teil auch immaterielle
Dienstleistungen nachgedacht werden, die der Bestand an
die Gesellschaft leistet.68 Eine Utopie langfristiger Codices
und Artefakte böte Toleranz auch für das Flüchtige, Spiele-
rische, für Simulationen und die »ortlosen Ersatzwelten«,
die als Echo oder Evokation verlorener Wirklichkeit an die
Vergänglichkeit erinnern.

Kurt Bisang: Common Property and Natural Resources in the Alps: the
Decay of Management Structures?, in: Forest Policy and Economics 4,
Juni 2002/2, S. 135–147.
68 Dazu beispielsweise Stefano Pagiola: Economic Analysis of Invest-
ments in Cultural Heritage. Insights from Environmental Economics.
Environment Department der Weltbank, Juni 1996.
Free download pdf