ModellFan - September 2019

(Nancy Kaufman) #1

26


P-51D Mustang IMaßstab 1:48IBau mit Verfeinerungen


men Kraftaufwand beim Zusammenfügen
der Rumpfhälften aufzeigt ( 6 ). Deshalb hier
meine Empfehlung, sämtliche Verzapfungen
zu kürzen oder dünner zu schleifen. Denn
bei fast allen Komponenten gab es doch im-
mer einen kleinen unschönen Versatz von
mindestens einem Zehntel Millimeter. Gera-
de im Cockpitbereich und bei der Motorhau-
be hatte ich da so meine Schwierigkeiten und
musste überall etwas nachspachteln. Genial
gelöst hingegen ist der aufsetzbare Rumpfrü-


cken hinter dem Cockpit. So entfällt lästiges
Verschleifen der Klebenaht.

„Flugphysik für Anfänger“
Bis vor einigen Jahren war ich eigentlich
auch der Überzeugung, dass eine P-51D im-
mer komplett in Naturmetall erscheint.
Schließlich sieht man auf alten Fotos auch
keine gravierenden Unterschiede und selten
ist die Tragflächenoberfläche zu sehen. Fakt
ist: Die Tragflächen waren grundsätzlich la-

ckiert. Warum? Die P-51D Mustang war das
erste Serienflugzeug mit einem sogenannten
Laminarprofil, das 20 Prozent weniger Wi-
derstand als ein Turbulenzprofil erzeugt. We-
niger Widerstand bedeutet eine höhere Ge-

Die P-51D Mustang hatte North American in
einer rekordverdächtigen Zeit von nur wenig
mehr als 100 Tagen konstruiert. Anfangs noch
mit einem Allison-Motor V-1710 V-12 ange-
trieben, schwenkte man später auf den
leistungs stärkeren Rolls Royce Merlin um. Das
Laminarprofil der Tragflächen war widerstand-
särmer als herkömmliche Profile und brachte
noch mehr Leistung. Mit zirka 700 km/h war
die P-51D wohl einer der schnellsten Kolben-
motorjäger der USAF und machte sie zu einem
gefürchteten Jagdflugzeug.
Die Reichweite mit Zusatztanks ging bis gut
3300 Kilometer, wenn man sozusagen im
„Schongang“ bei knapp 400 km/h flog. Die
gebaute Stückzahl belief sich je nach Quelle
auf bis zu 15.588 Exemplare. Viele Maschinen
überlebten den Zweiten Weltkrieg und flogen
etwa bis 1957 in der Schweizer Luftwaffe oder

auch in etlichen anderen Staaten wie Italien,
Schweden, Israel, Honduras und in der Domi-
nikanischen Republik. Sie reifte zur Ikone und
so ist es nicht verwunderlich, dass man die P-
51D Mustang auch heute noch mit ihrem mar-
kanten Pfeifen in der Luft auf vielen Veran-
staltungen live erleben kann.

P-51D-5, 44-13926, der 375th FS
Foto: Sammlung Hopfensperger

Das Instrumen- Das Vorbild:North American P-51D Mustang
tenbrett der
polnischen Firma
Yahu sieht perfekt
aus und ist rela-
tiv preisgünstig.
Eine manuelle
Bemalung in dieser
Qualität dürfte nur weni-
gen Experten gelingen

1


Die fertige
Cockpitsektion
ist fertig zum Einbau in
den Rumpf. Das gelbe
Rückenkissen entstand mit
wenigen Hilfsmitteln in Eigenregie

2


Im typischen „Interior
Green“ gehaltene Bord-
wand mit tollen Details.
Ein wenig Detailbemalung
und kleine Hinweisschilder
beleben das Gesamtbild

3


Im Bild gut zu sehen sind die Kraftstoffzuleitungen, vom Zusatztank in die Tragfläche
gehend. Die kleine Rutschmarkierung auf den abgeflachten Reifen und der Felge sind
weitere kleine Details, die nicht fehlen sollten
Free download pdf