SEITE 36·SAMSTAG, 31. AUGUST 2019·NR. 202 Sport FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
E
rist halt ein extremer Typ,
dieser Becker, und so was
führt zu Augenringen. Als Norma-
lo, der das gesunde Mittelmaß be-
vorzugt, kommt man nicht zu ge-
nialen Erfolgen. Was nicht hei-
ßen soll, dass unsere Bewunde-
rung ganz allgemein den Durchge-
knallten gilt. An deren Adresse
wollen wir im Gegenteil an dieser
Stelle aus ganz anderen Gründen
eine Warnung richten: Glaubt
bloß nicht, dass es irgendjemand
beeindrucken würde, wenn ihr es
den beiden selbsternannten Tier-
schützern nachmachen solltet,
die vergangenen Sonntag bei den
Europameisterschaften der
Springreiter in Rotterdam halb-
nackt und mit Parolen beschmiert
in den Parcours rannten, um de-
monstrativ Pferd und Reiter zu
stören. Zum Glück behielten alle
Beteiligten, ob nun zwei- oder
vierbeinig, die Nerven. Und das,
obwohl eine Störerin sogar ver-
suchte, in die dreifache Kombina-
tion hineinzurennen, während
das Pferd sie gerade überwand.
Das Ganze hätte in einem schlim-
men Unglück enden können. Wer
also meint, er müsste, nur zum
Beispiel, sich an diesem Samstag
bei der Vielseitigkeits-EM in Luh-
mühlen ins Gelände werfen, um
sich gegen den Pferdesport zu po-
sitionieren, der sollte eine ganz
simple Tatsache bedenken: dass
man Tiere nicht schützt, indem
man sie gefährdet.
Irre
im Grünen
A
uf die deutsche Basketball-Na-
tionalmannschaft wird in die-
sen Tagen gewettet. Am Sonn-
tag beginnt die Weltmeister-
schaft in China für die Aus-
wahl des Deutschen Basketball Bundes
(DBB) mit einem Spiel gegen Frankreich.
Ein harter, ein schwieriger, vielleicht weg-
weisender Einstieg in die spannendste
Phase des deutschen Basketballs seit dem
Gewinn der Bronzemedaille 2002 in In-
dianapolis. Das war zu Beginn von No-
witzkis Ära, dem größten, bedeutendsten
Spieler dieses Landes. Aus dem Ruhe-
stand nach seinem Rücktritt im Frühjahr
hat der Würzburger seinen Nachfolgern
eine aufregende Würdigung via Sport1
hinterhergerufen: „Es gab noch nie so
eine Tiefe im Team.“
Noch nie, sagt der Mann, dem die Bas-
ketballwelt an den Lippen hängt, wenn er
von seinem Sport spricht. Qualität auf al-
len Positionen: vom brillanten, in der Re-
gel nicht aufzuhaltenden Aufbauspieler
Dennis Schröder über den Flügelmann Ma-
ximilian Kleber bis zu den Centern um Jo-
hannes Voigtmann. „Zwei, drei gute Spie-
ler zu haben, das ist nicht ungewöhnlich,
aber auf allen Positionen zwei sehr starke
Spieler, das ist selten der Fall“, sagte Dirk
Bauermann, der Meistertrainer, dieser Zei-
tung. Er hat Nowitzki und Co. 2002 zu
Rang drei geführt und ins Finale der EM
- „Es sagt schon viel, wenn man zwei
Spieler mit ersten NBA-Erfahrungen
(Isaac Bonga und Moritz Wagner/d. Red.),
einen Center wie Tibor Pleiß nach einer
starken Europaliga-Saison und den stets
so präsenten, physisch starken Maike Zir-
bes zu Hause lassen kann.“
Die zwölf Ausgewählten schlugen am
Mittwoch im letzten Vorbereitungsspiel
Australien, den Asienmeister, der vor zwei
Wochen den WM-Favoriten aus den Verei-
nigten Staaten geschlagen hatte. Eine
Spielgemeinschaft unter Bundestrainer
Henrik Rödl, die mit im Schnitt 25 Jahren
große Lust verspürt, ihren Erfolgshunger
endlich zu stillen. Und so hofft die Basket-
ball-Gemeinde in Deutschland auf den Be-
ginn einer neuen Ära, einer glorreichen
Reise. Sie könnte über die WM zu den
Olympischen Spielen im nächsten Jahr
nach Tokio führen und dann zur EM 2021
im eigenen Land, zum Aufstieg der Deut-
schen in die Beletage des Weltbasketballs.
Fünf Jahre, vermutet Rödl, könne sich die-
se Mannschaft auf höchstem Niveau wei-
ter steigern. Er hofft, „dass man mal rich-
tig was erreichen kann“. Die Deutschen,
2014 nicht für die WM qualifiziert, 2010 in
der Vorrunde rausgeflogen, im steilen An-
flug auf den Korb: Wie ist das möglich?
Angeblich sind die Amerikaner daran
schuld. Noch vor zwölf Jahren empfand
sich der damalige Nationalspieler Johan-
nes Herber, wie er in seiner Autobiogra-
phie „Almost Heaven“ schrieb, als „Pos-
terboy der verlorenen Generation“. Aber
dann kam ein Angebot aus den Vereinig-
ten Staaten. Es war nicht ganz so aufre-
gend wie die jüngste gescheiterte Initiati-
ve von Donald Trump, mal eben Grön-
land zu kaufen. Aber der Anruf aus dem
Mutterland des Basketballs kam zum rich-
tigen Zeitpunkt. „Er hat mich um 2006,
2007 ereilt“, erinnert sich Marco Baldi,
Kopf und Manager von Alba Berlin, acht
mal deutscher Meister. „Ein Anwalt aus
den USA, ich würde vermuten ein Stroh-
mann, teilte mir mit, er sei beauftragt
von einer Organisation, die er nicht nen-
nen dürfe. Der Gedanke sei, die deutsche
Liga zu kaufen. Erstens: ob das möglich
wäre. Zweitens: was das koste.“ Ups. Es
sei aufgefallen, lässt der Kaufinteressent
den verdutzten Baldi wissen, dass im we-
sentlichen Amerikaner in der Liga aktiv
seien. Private Investoren wollten die
Liga, eine privatwirtschaftliche Organisa-
tion in Form einer GmbH, mitsamt ihrer
Struktur übernehmen. Spieler, die noch
nicht ganz reif seien für größere Aufga-
ben, sollten darin Spielpraxis und Erfah-
rung sammeln.
Baldi war geschockt. „Für mich war es
unfassbar, dass man so einen Gedanken
haben kann“, sagt er: „Dass eine ganze,
ordentlich funktionierende Liga als Über-
nahmekandidat gesehen wurde. Auslän-
dische Investoren waren überzeugt, dass
sie aus der Liga Geld rausziehen könn-
ten. Das hat mich umgehauen.“ Der Vor-
stoß fiel in etwa mit der Einführung der
Development-League (D-League) durch
die amerikanische Basketball-Profiliga
NBA zusammen; das passierte 2005. Ver-
mutlich hatte sich jemand überlegt, statt
die damals fünfzehn Farm-Teams von
NBA-Klubs in Amerika spielen zu lassen,
die ganze Unternehmung nach Deutsch-
land zu bringen, als erste Liga zu dekla-
rieren und, statt Geld für ein Sprungbrett
in die NBA auszugeben, damit sogar
noch Geld zu verdienen. Doch das ist Spe-
kulation. „Der Anwalt hat nie das Wort
D-League verwendet“, sagt Baldi. „Er be-
schrieb seine und seiner Investoren Idee
als eine Art Aufbau-Liga für eine weiter-
führende Liga. Er hat auch nie NBA ge-
sagt. Aber man kann eins und eins zusam-
menzählen.“
Über den Verkauf der Basketball-Bun-
desliga (BBL) wurde nie verhandelt. „Ich
habe sofort gesagt, dass ich das für abwe-
gig halte“, erzählt Baldi. Der Anwalt mel-
dete sich ein zweites Mal, und als Baldi
seine Ablehnung wiederholte, war dies
das letzte Mal. Aber die Episode lenkte
den Blick auf die Selbstwahrnehmung.
„Wir hatten kein Profil“, sagt Baldi im
Rückblick. „Spieler, die nur eine Saison in
der Liga waren und dann weiterzogen,
Mannschaften, die keine Identität hatten
und zu denen die Zuschauer keinen Be-
zug herstellen konnten.“ Er habe das in
die Bundesliga hineingetragen und als Ar-
gument dafür verwendet, dass die Liga
dringend ein Gesicht brauche, einen Mar-
kenkern. „Das musste natürlich einen Be-
zug haben zu Deutschland, dem Land, in
dem wir spielen.“
Fünfzehn Jahre, nachdem die deutsche
Nationalmannschaft überraschend Euro-
pameister geworden war, sich aber trotz
teils heftiger Kritik an der Nachwuchsför-
derung wenig tat, kamen die Deutschen
in Schwung. Sie entwickelten eine syste-
matische Unterstützung für deutsche Spie-
ler. „Dass der deutsche Basketball heute
so eine talentierte, sehr gut ausgebildete
Generation nach China schicken kann,
hat zwei Gründe“, sagt Bauermann. „Da
gehört ein bisschen Glück dazu, aber da-
hinter steckt auch eine Logik.“ Ein harter
Kampf. Bauermann forcierte als Bundes-
trainer mehr oder weniger erfolgreich die
Interessen des Basketball-Bundes, eine
wirkungsvolle Quote für deutsche Spieler
durchzusetzen, um irgendwann mit einer
starken Nationalmannschaft Aufmerk-
samkeit, Einnahmen und letztlich auch
Macht gewinnen zu können.
Baldi, der Vereins-Manager, dachte
über die Grenzen des Klubs hinaus. „Ich
habe jahrelang um diese Quote gestritten;
viele haben sie als Eingriff in ihr Unter-
nehmertum verstanden und bekämpft. In
der EuroLeague gibt es so etwas nicht, da
herrscht vollkommene Freiheit, und in
der NBA sowieso.“ Er ist „kein Freund
von Quoten. Wir leben in einer freien
Welt. Aber wenn man einen Missstand be-
seitigen will, scheint sie ein probates Mit-
tel zu sein.“ Sie eröffnete eine Chance.
„Man muss diese jungen Spieler motivie-
ren können, hart zu arbeiten“, sagt Bauer-
mann, „und das geht nur, wenn ihnen
eine realistische Aussicht geboten wird,
ihren Traum erfüllen zu können.“ Die
Klubs beschlossen die Mindestzahl deut-
scher Spieler in fünf Jahren, bis zur Sai-
son 2014/15, von vier auf sechs pro Zwöl-
ferkader zu erhöhen. „Wir sind happy mit
der Quote, aber sie ist kein Allheilmittel“,
sagt Jens Staudenmayer, Leiter der Abtei-
lung Sport in der BBL. Die Quote ist nur
ein Detail eines Masterplans. Denn was
nutzt ein freigeräumter Spielplatz, wenn
er nicht ausgefüllt werden kann? „Wir ha-
ben mit einem Strukturprogramm vieles
angestoßen, was die Vereine umgesetzt
haben“, sagt Staudenmayer.
U
nd weil nicht jeder sofort wil-
lig war, brauchten die Gestal-
ter ein bisschen Gewalt: Un-
ter anderem wurde die Li-
zenz-Erteilung für die erste
Liga mit der Verpflichtung verbunden,
acht Prozent des Gesamtbudgets nach-
weislich für Nachwuchsarbeit einzuset-
zen. Der Einführung der Nachwuchs-Bun-
desliga 2006 (NBBL) für Spieler der U 19
folgte die Jugend-Bundesliga (JBBL/U 16)
- Jeder Bundesliga-Klub muss an
JBBL und NBBL teilnehmen. Jedem Ver-
ein wurde die Beschäftigung von inzwi-
schen drei hauptberuflichen Nachwuchs-
trainern vorgeschrieben. „Wir konnten
durchsetzen, dass wenigstens 80 000 Euro
brutto für drei Coaches aufgewendet wer-
den“, sagt Staudenmayer. Dazu kommt
ein Ausbildungsfonds über 57 000 Euro.
Wer Spieler auf ein gewisses Niveau hebt,
erhält eine Anerkennung aus diesem
Fonds. „Das ist ein wichtiges Signal: Ju-
gendarbeit wird honoriert“, sagt Baldi.
„Es richtet sich gegen die Haltung: Wenn
ich einen leistungsstarken Amerikaner für
20 000, 30 000 Dollar im Jahr verpflich-
ten kann, warum soll ich dann kostenin-
tensive und mühsame Jugendarbeit ma-
chen.“ Zwölf Millionen Euro, sagt Stau-
denmayer, investiere die Liga inzwischen
pro Jahr in die Talententwicklung, zehn
Prozent des Liga-Umsatzes: „90 Prozent
der Vereine beschäftigten mehr Nach-
wuchstrainer als gefordert.“
Ratiopharm Ulm steckt derzeit 30 Mil-
lionen Euro in ein Nachwuchsleistungs-
zentrum. Die Mentalität hat sich laut Bal-
di geändert. Und Nachwuchsförderung
sei nicht mehr allein ein Kostenfaktor.
Längst ziehen die Vereine in die Grund-
schulen. Und sie präsentieren dort nicht
einen gewaltigen Amerikaner, der den
Ball auf der Fingerspitze jongliert und
Kinder mit großen Augen nach ein paar
Minuten ratlos zurücklässt. Einmal in der
Woche wird richtig trainiert. In Berlin
und Frankfurt läuft das Programm im gro-
ßen Stil. Die Kooperation zwischen BBL
und Verband, die Verbesserung der Trai-
nerausbildung, die Abstimmung der U-Na-
tionalmannschaften auf einheitliche
Spielsysteme und Trainingsinhalte trägt
Früchte. „2004, in meinen ersten Jahr als
Bundestrainer, habe ich Liga-Spiele gese-
hen, in denen Deutsche nicht vorkamen“,
erinnert sich Bauermann. Seit 2008 ist
der Anteil der Spielzeit für deutsche Spie-
ler von 12,3 Prozent auf 34 Prozent in der
vergangenen Saison gestiegen. Die BBL
zählte zuletzt 40 Prozent Deutsche in den
Erstliga-Kadern. Und für sie wurden auch
nur 40 Prozent der Personalkosten aufge-
wendet. „Die Geschichte vom teuren
Deutschen“, sagt Staudenmayer, „ist eine
Mär.“
Die Folgen der Umstrukturierung, des
Paradigmenwechsels (Bauermann) im
deutschen Basketball haben zumindest
das Potential für ein Spätsommermär-
chen. „Daher kommen all die Spieler, ob
Theis oder Kleber, ob Schröder oder
Voigtmann“, sagt Baldi. Ein Blick auf alle
Karrierewege bestätigt ihn. Der Auf-
schwung reicht über den WM-Kader hin-
aus. 2017 wurde der Jahrgang 1998 WM-
Fünfter, obwohl nicht in bester Beset-
zung, 2018 EM-Dritter. Der Jahrgang
1999 gewann in diesem Jahr Bronze. „Wir
registrieren eine zunehmende Wahrneh-
mung unserer Arbeit im Ausland“, sagt
Staudenmayer, „auch die Spanier zeigen
hohen Respekt.“
Niemand von Rang oder Namen im
deutschen Basketball zweifelt an dem
Forschritt. Aber Liviu Calin geht er noch
nicht weit genug. „Wir sehen, dass es
geht, wir sehen, dass es genügend Talente
gibt in Deutschland“, sagt der Basketball-
trainer. Er hat Dennis Schröder seinerzeit
auf einem Freiplatz in Braunschweig ent-
deckt und auf den Weg gebracht in die
Weltlaufbahn. „Ich sehe die positive Ent-
wicklung, aber es reicht noch nicht. Wir
brauchen eine weitere Professionalisie-
rung, eine bessere Koordination von Trai-
ning und Schule, eine tägliche professio-
nelle Betreuung der Talente, wenn wir
das ganze Potential nutzen wollen. Das
ist ein sehr komplexes Thema.“ Die Chan-
ce, noch ein Stück voranzukommen, wird
auch von der Generation Schröder abhän-
gen, von ihrem Erfolg von Sonntag an in
der Vorrunde gegen Frankreich, die Domi-
nikanische Republik und Jordanien. „Ge-
gen Frankreich am Sonntag erwarte ich
ein sehr hartes Spiel“, sagt Calin, „sie wer-
den ihr Maximum geben müssen für ei-
nen Sieg, aber ich vertraue dem Team, es
ist gut in der Defensive, im Angriff, die
Qualität ist da.“ Und vielleicht auch ein
Überraschungsmoment: Wer auf die Deut-
schen wettet, kann viel Geld gewinnen.
Sie gelten als Außenseiter.
A
lso für uns kann Boris Be-
cker seit dem 7. Juli 1985
nichts Entscheidendes mehr
falsch machen. Das war sein Tag,
und der steht für immer wie ein
Monument. Aber natürlich gibt es
inzwischen eine Menge Leute,
die den ersten Wimbledon-Sieg
des Leimeners aus Gründen des
Timings nicht im Fernsehen ha-
ben verfolgen können. Sie waren
schlicht noch nicht geboren. Die
Geburtsstunde des öffentlichen
Beckers ist schließlich schon 34
Jahre her, obwohl sein Körper da-
mals bereits siebzehn war. Und
heute? Da sagen manche Leute
ihm nach, er sei zwar inzwischen
51, aber nie erwachsen geworden.
Und das, obwohl er zuweilen
ziemlich fertig aussehe. Aber
stimmt das? Er selbst hat vor ein
paar Tagen vom Gegenteil berich-
tet, wenn auch nur via Twitter, wo
ja viel Blödsinn verbreitet wird.
Becker behauptete, die Kassiere-
rin in einem Supermarkt in New
York habe sich standhaft gewei-
gert, ihm ein paar Bier zu verkau-
fen, weil er sich nicht habe aus-
weisen können. Zum Verständ-
nis: Dort kann man Alkohol erst
ab 21 erwerben. Soll das etwa hei-
ßen, er hat in diesem Supermarkt
in New York so jung ausgesehen,
dass man hätte meinen können,
er wäre erst 13 Jahre nach seinem
ersten Wimbledon-Sieg geboren?
Becker meint: Ja. Und wir mei-
nen: In diesem Supermarkt kau-
fen wir auch einmal ein.
Attaque
Boris auf dem
Trockenen
Chapeau
Der deutsche Kader
LGuardAkpinar(Besiktas
Istanbul), Giffey (Alba Berlin),
Lo (Bayern München), Obst
(ratiopharm Ulm), Schröder
(Oklahoma City Thunder)
LCenterThiemann(Berlin),
Voigtmann (ZSKA Moskau)
LCenter/ForwardBarthel (Mün-
chen), Theis (Boston Celtics)
LForwardBenzing(Basket
Saragossa), Kleber (Dallas
Mavericks), Zipser (München)
Die deutschen Vorrundenspiele
Sonntag, 1. September:
Frankreich – Deutschland
(14.30 Uhr MESZ)
Dienstag, 3. September
Deutschland – Dominikanische
Republik(10.30 Uhr)
Donnerstag, 5. September
Deutschland – Jordanien
(10.30 Uhr)
Der Pay-TV-Sender MagentaSport über-
trägt die Spiele, ohne Kosten für die Zu-
schauer zu erheben.
Im Anflug auf die Weltspitze
Ein Glück und doch kein Zufall:MitDennis Schröder als Führungsfigur könnte bei der WM eine neue Ära der Basketball-Nationalmannschaft beginnen. Fotos Imago
Daten zur WM
KÖLN(sid). Den Umzug ins rund 570
Autobahnkilometer entfernte Lodz hät-
te sich Felix Koslowski gerne gespart.
Eigentlich wollte der Volleyball-Bun-
destrainer seine Spielerinnen für das
EM-Achtelfinale gegen Slowenien
(Sonntag, 15.30 Uhr/Sport1) „wieder
hochfahren“. Stattdessen saßen alle ge-
meinsam im Bus. Zumindest den drin-
gend benötigten freien Tag hatte die
Mannschaft noch genießen können.
Nach fünf Spielen in Bratislava mit fünf
Siegen in sechs Tagen führte die Kon-
stellation in den anderen Vorrunden-
gruppen dazu, dass das Team früher als
geplant den Spielort wechseln musste.
Auch ein mögliches Viertelfinale fin-
det in Lodz statt.
Volleyballerinnen
fahren nach Lodz
Von Evi Simeoni
Deutschland geht als Außenseiter in die Basketball-WM, dabei besteht das Team aus einer Vielzahl großer
Talente. Zu verdanken ist dies einem Kulturwandel in der Liga – und einer Übernahme-Attacke aus Amerika.
Von Anno Hecker und Michael Reinsch
„Die Tiefe gab’s noch nie:“Qualität aus der deutschen Basketballschule Ballverteiler, Jongleur:Schröder