FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG Sport SAMSTAG, 31. AUGUST 2019·NR. 202·SEITE 35
Stefan Hecker gestorben
Der frühere Handball-Nationaltorhü-
ter Stefan Hecker ist tot. Der langjähri-
ge Spieler und Manager des Traditions-
vereins TuSEM Essen starb im Alter
von 60 Jahren, wie seine Ehefrau der
Deutschen Presse-Agentur am Freitag
bestätigte. Hecker, der insgesamt 159
Länderspiele bestritten hat und 1989
und 1990 zum Handballer des Jahres
gewählt worden war, starb bereits am
- August. Hecker wurde je dreimal
deutscher Meister (1986, 1987, 1989)
und DHB-Pokalsieger (1988, 1991,
1992). 1989 gewann er den Europapo-
kal der Pokalsieger. (dpa)
Zeidler imponiert
Oliver Zeidler ist bei der Ruder-WM in
den Kreis der Top-Favoriten aufgestie-
gen. Mit einem Sieg im Halbfinale qua-
lifizierte sich der 23 Jahre alte deut-
sche Einer-Meister in Ottensheim für
die Olympischen Spiele 2020. Der Eu-
ropameister aus Ingolstadt verwies
Sverri Nielsen (Dänemark) und Stef
Broenink (Niederlande) auf die Plätze.
Marie-Louise Dräger bescherte dem
Deutschen Ruderverband das erste
Gold in den nichtolympischen Boots-
klassen. Die 38-Jährige gewann das Fi-
nale im leichten Einer. (dpa)
Geherin acht Jahre gesperrt
Die russische Geherin und ehemalige
Junioren-Weltmeisterin Jekaterina
Medwedewa ist für acht Jahre gesperrt
worden. Das entschied die Athletics
Integrity Unit und begründete dies mit
wiederholten Verstößen gegen Anti-Do-
ping-Regeln, wie russische Medien be-
richteten. Bei der 25-Jährigen sind
hohe Hämoglobinwerte festgestellt wor-
den, die für den Transport von Sauer-
stoff verantwortlich sind. Medwedewa
wurde rückwirkend zum 27. März 2019
gesperrt. Sie hatte bereits eine Doping-
Strafe bekommen. (dpa)
In Kürze
Zweite Bundesliga 5. Spieltag
- FC Nürnberg – 1. FC Heidenheim 2:2
SV Sandhausen – Darmstadt 98 1:0
Arminia Bielefeld – SpVgg Gr. Fürth Sa., 13.00 Uhr
Dynamo Dresden – FC St. Pauli Sa., 13.00 Uhr
SV Wehen – Jahn Regensburg Sa., 13.00 Uhr
Hamburger SV – Hannover 96 So., 13.30 Uhr
Holstein Kiel – Erzgebirge Aue So., 13.30 Uhr
VfL Osnabrück – Karlsruher SC So., 13.30 Uhr
VfB Stuttgart – VfL Bochum Mo., 20.30 Uhr
Verein Sp.g.u.v. TorePkte.
1 Hamburger SV 4 31 0 10:3 10
2 SV Sandhausen 5 31 1 7:4 10
3 Arminia Bielefeld 4 22 0 10:6 8
4 VfB Stuttgart 4 22 0 6:4 8
5 Erzgebirge Aue 4 21 1 6:5 7
6 SpVgg Gr. Fürth 4 21 1 5:4 7
7 1.FC Nürnberg 5 21 2 6:9 7
8 VfL Osnabrück 4 20 2 6:4 6
9 Karlsruher SC 4 20 2 9:9 6
10 Hannover 96 4 12 1 6:4 5
11 1. FC Heidenheim 5 12 2 8:9 5
12 Darmstadt 98 5 12 2 3:6 5
13 Jahn Regensburg 4 11 2 5:6 4
14 FC St. Pauli 4 11 2 5:7 4
15 Holstein Kiel 4 11 2 4:6 4
16 Dynamo Dresden 4 11 2 4:6 4
17 VfL Bochum 4 02 2 7:10 2
18 SV Wehen 4 01 3 6:11 1
LAufstiegsplätzeLRelegationLAbstiegsplätze
Bundesliga 3. Spieltag
Mönchengladbach – RB Leipzig 1:3
Bayern München – FSV Mainz 05 Sa., 15.30 Uhr
Bayer Leverkusen – 1899 Hoffenheim Sa., 15.30 Uhr
VfL Wolfsburg – SC Paderborn Sa., 15.30 Uhr
SC Freiburg – 1. FC Köln Sa., 15.30 Uhr
FC Schalke 04 – Hertha BSC Sa., 15.30 Uhr
Union Berlin – Borussia Dortmund Sa., 18.30 Uhr
Werder Bremen – FC Augsburg So., 15.30 Uhr
Eintr. Frankfurt – Fort. Düsseldorf So., 18.00 Uhr
Verein Sp.g.u. v. TorePkte.
1 RB Leipzig 3 3 0 0 9:2 9
2 Bor. Dortmund 2 2 0 0 8:2 6
3 SC Freiburg 2 2 0 0 6:1 6
4 VfL Wolfsburg 2 2 00 5:1 6
5 Bayer Leverkusen 2 2 0 0 6:3 6
6 Bayern München 2 1 1 0 5:2 4
7 Mönchengladbach 3 1 1 1 4:4 4
8 Fortuna Düsseldorf 2 1 0 1 4:4 3
9 1899 Hoffenheim 2 1 0 1 3:3 3
10 Eintracht Frankfurt 2 1 0 1 2:2 3
11 Hertha BSC 2 0 1 1 2:5 1
12 FC Schalke 04 2 0 1 1 0:3 1
13 FC Augsburg 2 0 1 1 2:6 1
14 Union Berlin 2 0 1 1 1:5 1
15 SC Paderborn 2 0 0 2 3:6 0
16 Werder Bremen 2 0 0 2 3:6 0
17 1. FC Köln 2 0 0 2 2:5 0
18 FSV Mainz 05 2 0 0 2 1:6 0
LChampions LeagueLEuropa LeagueLQualifikation Eu-
ropa LeagueLRelegationLAbstiegsplätze
MÖNCHENGLADBACH.Mittausen-
den Trillerpfeifen haben die Anhänger
von Borussia Mönchengladbach ihre tiefe
Abneigung gegenüber den Gästen aus
Leipzig artikuliert, die den Freunden des
Traditionsvereins an diesem Abend si-
cher nicht sympathischer geworden sind.
RB wird ja weiterhin von Teilen des Publi-
kums als Kunstprodukt verschmäht, und
das Spiel in Mönchengladbach gewannen
sie tatsächlich mit der kühlen Effizienz ei-
ner perfekt funktionierenden Fußballma-
schine, deren geniales Herzstück der ent-
fesselte Timo Werner war. Mit drei Tref-
fern sicherte der Stürmer seinem Team ei-
nen wertvollen 3:1-Erfolg am Nieder-
rhein – zumindest für eine Nacht ist RB
Leipzig damit Tabellenführer.
Die Gladbacher waren diesem wie ein
Spitzenteam auftretendem Gegner nur in
der Anfangsphase gewachsen. Womög-
lich hätte die Partie einen anderen Ver-
lauf genommen, wenn Alassane Pleá (10.,
32.) oder Breel Embolo (11.) eine der gu-
ten Möglichkeiten der ersten Hälfte ge-
nutzt hätten. Doch die Leipziger waren
mit ihrem schnellen Umschaltspiel auch
in dieser Phase eine permanente Bedro-
hung, und Werner, der in der vorigen Wo-
che seinen Vertrag bei den Sachsen ver-
längert hat, nutzte gleich seine erste rich-
tig gute Gelegenheit zum 0:1. Dem Glad-
bacher Abwehrchef Matthias Ginter war
bei einem Steilpass von Emil Forsberg ein
Stellungsfehler unterlaufen, so dass Wer-
ner aus acht Metern zum Abschluss kam
und den Gladbacher Torhüter Yann Som-
mer tunnelte (38.). Drei Minuten danach
schoss Kevin Kampl nach einer schwa-
chen Aktion Sommers sogar einen zwei-
ten Treffer für RB, stand aber zuvor
knapp im Abseits, es blieb beim 0:1. Ge-
prägt war diese erste Halbzeit aber weni-
ger von aufregenden Torszenen und Situa-
tionen für Ästheten als von einer hohen
Intensität, von Zweikämpfen und Sprints.
Das ist der Spielansatz des neuen Gladba-
cher Trainers Marco Rose, und weil auch
der Leipziger Coach Julian Nagelsmann
viel Wert auf diese Elemente legt, war das
spielerische Niveau nicht immer hoch.
Unter den Anstrengungen, die dieser Her-
angehensweise zu Grunde liegen, „leidet
dann möglicherweise manchmal das
Spiel mit dem Ball“, hatte Rose vor dem
Spiel selbstkritisch eingeräumt.
An dieser Stelle hat der Gladbacher
Trainer noch viel Arbeit, das wurde deut-
lich an diesem Abend, der für Rose auch
eine Art Begegnung mit seinen Wurzeln
war. Der Trainer ist gebürtiger Leipziger,
seine Familie lebt noch in der sächsischen
Metropole, und seinen ersten Cheftrainer-
posten hatte er bei Lokomotive Leipzig,
bevor er in der Salzburger Dependance
des Red-Bull-Fußballimperiums arbeite-
te. Rose ist zwar auch ein Vertreter des in-
tensiven RB-Fußballs mit vielen Sprints,
akribisch eingefädelten Umschaltmomen-
ten und einem kraftvollen Pressing, aber
er hat die reine Balleroberungslehre, die
einige der RB-Trainer predigen, mit dem
Element eines ambitionierten Ballbesit-
zes angereichert. Über seinen Leipziger
Kollegen Nagelsmann sagte er vor der Par-
tie: Nach Ralf Rangnicks sehr erfolgrei-
cher Vorsaison „packt Julian jetzt noch
sein Spiel mit dem Ball oben drauf“. Auch
die Leipziger haben hier noch Entwick-
lungspotential, das direkte Duell dieser
beiden sehr ähnlich denkenden Trainer
wurde jedenfalls vor allen Dingen durch
die erstaunlichen Tempovorteile entschie-
den, die Werner gegenüber den Gladba-
cher Innenverteidigern Ginter und Nico
Elvedi hat. Die spielten beim 0:1 mit, und
in der 48. Minute schüttelte der National-
stürmer erst den einen und dann den zwei-
ten Gegenspieler ab, bevor er scheinbar
mühelos zum 0:2 traf.
Das war ein Schock für die Gladbacher,
von dem sie sich nur langsam erholten.
Nach einer Stunde hatten sie etwas Pech,
als ein vom Leipziger Kapitän Willi Or-
ban abgelenkter Pass an die Latte flog,
aber Leipzig wirkte besser, reifer, hatte et-
liche Möglichkeiten zum dritten Treffer,
den letztlich wieder Werner erzielte. Das
zwischenzeitliche 1:2, das Embolo in der
Nachspielzeit nach einer Ecke köpfte,
kam zu spät für die Gladbacher, die damit
weiterhin unter einem Heimspielproblem
leiden: Seit Januar und insgesamt neun
Bundesligaspielen wartet der Klub nun
schon auf einen Sieg im Borussia-Park.
DANIEL THEWELEIT
Europa League, Gruppenphase
Gruppe F:FC Arsenal, Eintracht Frankfurt, Standard
Lüttich, Vítoria Guimarães
Gruppe I:VfL Wolfsburg, AA Gent, AS St. Etienne,
FC Oleksandriya
Gruppe J:AS Rom, Borussia Mönchengladbach, Is-
tanbul Basaksehir, Wolfsberger AC.
I
ch bin total entspannt“, sagt Uli
Hoeneß. „Ich schlafe gut.“ Und das
sogar ohne nächtliche Unterbre-
chung, wie er zuletzt verblüfft fest-
gestellt hat. „Interessanterweise
schlafe ich in den letzten ein, zwei Wo-
chen sieben Stunden durch, bis ich auf die
Toilette muss.“ Nicht nur drei oder vier,
nach denen er zuvor manchmal eine halbe
Stunde wach lag und mitten in der Nacht
über die eigene Zukunft nachdachte. Und
manchmal sogar über Oliver Kahn.
Es ist Freitagmittag, und der ausgeschla-
fene Hoeneß sieht ganz und gar nicht aus
wie jemand, der gerade seinen Abschied
erklärt. Eher wie einer, der gerade an-
fängt. Er weiß nur noch nicht, was. Er
strahlt Vorfreude auf das große Unbekann-
te aus, das ihm bevorsteht. „Ich werde
zum ersten Mal seit 40 Jahren in meinem
Leben ohne Plan sein. Darauf freue ich
mich.“ Am Morgen des 16. November,
dem Tag nach der Jahreshauptversamm-
lung des FC Bayern, seinem letzten Tag
als Präsident, wird er aufwachen und, wie
er vorfreudig sagt, „erstmals ohne jede
Verantwortung sein“.
Hoeneß nennt drei Voraussetzungen,
derentwegen er den Zeitpunkt seiner Ab-
schiedsentscheidung als perfekt betrach-
tet – die abermaligen Rekordzahlen bei
Umsatz und Gewinn, die sportliche Wen-
de mit dem Gewinn des Doubles nach
schwachem Saisonstart und vor allem die
personelle Erneuerung durch den frühe-
ren Adidas-Chef Herbert Hainer als sein
designierter Nachfolger als Präsident und
den früheren Torwart Kahn als Ablösung
für Vorstandschef Karl-Heinz Rummenig-
ge nach dessen Vertragsablauf Ende 2021.
Daneben schildert er aber auch einen in-
teressanten persönlichen Beweggrund.
Angst, sagt Hoeneß zu dieser Mittags-
stunde, habe er „nur vor Krieg und Krank-
heit“. Doch später lässt er unterschwellig
noch eine dritte, sehr menschliche ahnen:
die Angst, nach einem langen Berufsleben
vom Hof gejagt zu werden. Die letzte Mit-
gliederversammlung, bei der er so scharf
wie nie zuvor von Gegnern attackiert wur-
de, gab eine Vorahnung, dass selbst einer
wie er, der ein Unternehmen in vierzig
Jahren prägte und groß machte und im-
mer alles im Griff hatte, davor nicht gefeit
sein muss. „Es gibt so viele Politiker und
Wirtschaftsführer in den letzten Jahren,
die ganz groß waren und dann abge-
schlachtet wurden“, sagt er mit energi-
scher, fast wütender Betonung. „Und ich
wollte durchs große Tor gehen, ich wollte
das selbst entscheiden, ich wollte von nie-
mandem auf der Welt aufgefordert wer-
den, unten rechts meine Demission zu un-
terschreiben. Und das“, fügt er triumphie-
rend hinzu, „ist mir aus meiner Sicht groß-
artig gelungen.“ So aufgeräumt war die
Stimmung im Aufsichtsrat, so erleichtert
dessen scheidender Präsident, dass man
am Donnerstagabend nach dem Ende ge-
gen acht Uhr, als alles geklärt war, noch
bis elf zusammensaß, wie Hoeneß erzählt.
Wie er und der VW-Chef, der Telekom-
Chef, all die anderen mächtigen Men-
schen blieben, tranken, aßen, Zigarren
rauchten. „Das“, sagt Hoeneß bewegt,
„hat es noch nicht gegeben.“
Bei der nächsten Sitzung wird es wohl
wieder trockener zugehen. Dann soll Hai-
ner, bisher stellvertretender Vorsitzender
des Kontrollgremiums, den Aufsichtsrats-
vorsitz von Hoeneß übernehmen – der
fortan als einfaches Aufsichtsratsmitglied
„den Klub beraten will“, wie er sagt. Hai-
ner, den der Verwaltungsrat auf Hoeneß’
Vorschlag als Kandidat fürs Präsidenten-
amt nominiert hat, und Hoeneß sind lang-
jährige enge Freunde. Hoeneß findet Hai-
ner „für diese Position perfekt geschaffen,
ein Mann des Sports, der 14 Jahre ein
Weltunternehmen geführt hat“. Er habe
sich „beeilen müssen, weil er auch eine An-
frage hatte, DFB-Präsident zu werden“.
Bei Kahn habe es „nach diversen Ge-
sprächen bei mir im Büro über Gott und
die Welt“, so Hoeneß, „irgendwann bei
mir klick gemacht“. Er bescheinigt seinem
alten Torwart und Kapitän eine „großarti-
ge Entwicklung“, die man auch bei seinen
Auftritten als ZDF-Experte sehen könne.
Vor allem brauche der FC Bayern auch je-
manden in der Führungsposition, „der
selbst auf hohem Niveau Fußball gespielt
hat. Und natürlich ist Kahn jemand, der
wie kaum ein anderer die von Hoeneß ge-
prägte Bayern-Mentalität als Spieler ver-
körperte: Weiter, immer weiter.
Selbst mit Rummenigge soll am Ende
der Ära Hoeneß alles harmonisch ausse-
hen. Die „Zwistigkeiten“ zwischen den
Bayern-Bossen, die Aufsichtsrat Edmund
Stoiber als einen der Gründe für Hoeneß’
Abschied dargestellt hat, tut dieser am
Freitag als seit vielen Jahren übliche und
im Rahmen der „Streitkultur“ wichtige
„Meinungsverschiedenheiten in Sachfra-
gen“ ab – bei denen es „auch mal lauter im
Raum“ wurde, die aber „nicht zur Ent-
scheidung beigetragen“ hätten. Stoibers
Eindruck sei wohl auf eine Aufsichtsrats-
sitzung aus dem vergangenen Jahr zurück-
zuführen, als man „uneins in der Trainer-
frage“ gewesen sei. Aber, so Hoeneß: „Das
war nicht der Punkt, warum ich diesen
Rückzug vorgenommen habe.“
Passend zu dieser Darstellung über-
rascht Rummenigge Hoeneß am Ende der
Abschiedskonferenz mit einem spontanen
Besuch im Presseraum der Arena und
überreicht ihm ein gerahmtes historisches
Bayern-Trikot. Es soll an jenen Tag vor ge-
nau 45 Jahren erinnern, als Rummenigge
als junger Stürmer nach München kam
und von Manager Robert Schwan „in ein
Doppelzimmer mit Uli eingeteilt wurde“,
wie er sich erinnert.
So harmonisch also wie lange nicht hat
sich die in sich geschlossene und zugleich
so grenzenlos öffentliche Welt des FC Bay-
ern präsentiert an diesem Freitag – dem
Tag, an dem der Mann, der diesen Klub
prägte, abgetreten ist. Ein Rücktritt nicht
aus Schwäche, so lautete die durchgängige
Botschaft des 45-minütigen Auftritts, son-
dern aus einem Gefühl der Stärke heraus.
„Ich bin total gesund“, betont Hoeneß.
Die Schaffenskraft, der Mut zum Risiko
seien unverändert. „Aber dieser Verein
hat so viel Kraft und so viel Saft“, findet
er, dass er es verkrafte, „den Uli Hoeneß
nicht mehr in vorderster Front“ zu haben.
„Dieser Verein ruht in sich und macht
Spaß. Ich freue mich, das aus etwas größe-
rer Distanz zu begleiten.“
Zu groß dürfte die Distanz dann aber
auch nicht sein. Ein „golfspielender Rent-
ner“ werde er nicht, keiner, der „Zigarre
rauchend auf den Tegernsee schaut“, pro-
phezeit Hoeneß. Sein letztes Versprechen:
„Keine Sorge, von mir wird schon noch zu
hören sein.“
FRANKFURT (dpa). Der Pay-TV-Sen-
der Sky und der ebenfalls kostenpflich-
tige Streamingdienst Dazn zeigen in
der Vorrunde der Champions League
jeweils zwölf Spiele mit deutscher Betei-
ligung live. Bei Sky sind fünf Partien
des FC Bayern, vier von Borussia Dort-
mund, zwei von RB Leipzig und eins
von Bayer Leverkusen zu sehen, wie
der Sender am Freitag mitteilte. Dazn
überträgt in der Gruppenphase auch
zwölf Partien, darunter einmal die Bay-
ern und zweimal den BVB. Sky zeigt un-
ter anderem das Auftakt-Heimspiel des
BVB gegen den FC Barcelona, die Be-
gegnung Juventus Turin gegen Bayer
Leverkusen am zweiten Spieltag und
das Heimspiel der Bayern gegen Totten-
ham Hotspur zum Abschluss der Grup-
penphase.
Die Spiele der deutschen Klubs
Gruppe B:Bayern München – Roter Stern Bel-
grad (18.9./21 Uhr/Sky) Tottenham Hotspur –
München (1.10./21 Uhr/DAZN), Olympiakos Pi-
räus – München (22.10./21 Uhr/Sky), München
- Olympiakos Piräus (6.11./18.55 Uhr/Sky), Ro-
ter Stern Belgrad – München (26.11./21 Uhr/
Sky) München – Tottenham Hotspur (11.12./21
Uhr/Sky).
Gruppe D:Bayer Leverkusen – Lokomotive Mos-
kau (18.9./21 Uhr/DAZN), Juventus Turin – Le-
verkusen (1.10./21 Uhr/Sky), Atlético Madrid –
Leverkusen (22.10/18.55 Uhr/DAZN), Leverku-
sen – Atlético (6.11./ 21 Uhr/DAZN), Moskau –
Leverkusen (26.11./18.55 Uhr/DAZN), Leverku-
sen – Turin (11.12./21 Uhr/DAZN).
Gruppe F:Borussia Dortmund – FC Barcelona
(17.9./21 Uhr/Sky), Slavia Prag – Dortmund
(2.10./18.55 Uhr/Sky), Inter Mailand – Dort-
mund (23.10./21 Uhr/Sky), Dortmund – Mai-
land (5.11./21 Uhr/DAZN). Barcelona – Dort-
mund (27.11./21 Uhr/Sky) Dortmund – Prag
(10.12./21 Uhr /DAZN).
Gruppe G:
Benfica Lissabon – RB Leipzig (17.9./21 Uhr/
DAZN), Leipzig – Olympique Lyon (2.10./21
Uhr/DAZN), Leipzig – Zenit St. Petersburg
(23.10./18.55 Uhr/DAZN), St. Petersburg – Leip-
zig (5.11./18.55 Uhr/Sky), Leipzig – Lissabon
(27.11./21 Uhr/DAZN), Lyon – Leipzig
(10.12./21 Uhr/Sky)
LSamstag
ARD:12.10 Uhr: Fußball, EM-Qualifikation der
Frauen in Kassel: Deutschland – Montenegro
(Anstoß: 12.30 Uhr). 14.35 Uhr: Sportschau, Rei-
ten, Vielseitigkeits-EM in Luhmühlen, Rudern,
WM in Linz/Österreich und Rad, Deutschland-
Tour, dritte Etappe.
DRITTE PROGRAMME:NDR und WDR, 14 Uhr:
Fußball, 3. Liga: Hansa Rostock – Preußen Müns-
ter. MDR und BR, 14 Uhr: Fußball, 3. Liga: FC
Würzburger Kickers – FSV Zwickau.
RTL:14 Uhr: Motor, Formel 1, Großer Preis von
Belgien in Spa-Francorchamps, freies Training
und Qualifikation.
EUROSPORT1:12 Uhr: Judo, WM in Tokio. 15
Uhr: Rad, Spanien-Rundfahrt, achte Etappe.
18.05 Uhr: Tennis, US Open in New York.
SPORT1: 15.55 Uhr: Eishockey, Champions
League, Gruppe G: EHC Red Bull München –
HC05 Banska Bystrica/Slowakei.
LSonntag
ZDF:14.03 Uhr: Sport extra, Rad, Deutschland-
Tour, vierte Etappe von Eisenach nach Erfurt,
und Leichtathletik, ISTAF in Berlin.
RTL:15 Uhr: Motor, Formel 1, Großer Preis von
Belgien in Spa-Francorchamps, das Rennen.
EUROSPORT1:12.20 Uhr: Motor, Porsche Super-
cup in Spa-Francorchamps. 13.20 Uhr: Judo,
WM in Tokio. 15 Uhr: Rad, Spanien-Rundfahrt,
neunte Etappe. 18.05 Uhr: Tennis, US Open in
New York.
SPORT1:15.25 Uhr und 17.55 Uhr: Volleyball,
EM der Frauen, Achtelfinale, in Bratislava/Slowa-
kei: Russland – Belgien und in Lodz/Polen:
Deutschland – Slowenien. 17.30 Uhr: Eishockey,
Champions League, Gruppe F: GKS Tychy/Polen
- Adler Mannheim.
oni. LUHMÜHLEN. Michael Jung
startet bei den Europameisterschaften
der Vielseitigkeitsreiter in Luhmühlen
als Führender ins Gelände. An diesem
Samstag wartet das Herzstück des Titel-
kampfs, der schwere, 5800 Meter lange
Cross Country über 26 Hindernisse auf
das noch dicht zusammen liegende
Feld. „Das Gelände wird toll“, sagte
Jung, der aber auch schon am Freitag
in der Dressur seinen Spaß gehabt hat-
te. Erst seit Februar hat er den elfjähri-
gen Wallach Chipmunk unter dem Sat-
tel, den er von Mannschaftskollegin Ju-
lia Krajewski übernommen hatte. Zu-
nächst sah es so aus, als kämen die Eu-
ropameisterschaften viel zu früh für
das Paar. Doch die beiden haben sich
schnell gefunden. „Er ist ein phantasti-
sches Pferd“, sagte Jung. Inzwischen
kann er es in der Dressur sogar wagen,
Risiken einzugehen, um die Stärken
des Pferdes zu akzentuieren. Darum za-
ckelte Chipmunk im Schritt auch ein-
mal an, trotzdem blieben sie vorne.
Mit 20,90 Minuspunkten erzielte der
37 Jahre alte dreimalige Olympiasie-
ger aus Horb eine Top-Note.
Titelverteidigerin Ingrid Klimke
(Münster), die regelmäßig auch in Spe-
zial-Dressurwettbewerben startet,
liegt mit ihrem altgedienten Hale Bob
knapp hinter Jung auf Rang zwei
(22,2). „Bobby war stolz wie ein Spa-
nier und hat gesagt, ich zeige mal, was
ich kann.“ Dank der Resultate von
Jung und Klimke liegen die Deutschen
in der Mannschaftswertung deutlich in
Führung vor Großbritannien. Am Don-
nerstag hatten Kai Rüder auf Colani
Sunrise (4./25,80) und Andreas Di-
bowski auf Corrida (37./34,6) den deut-
schen Auftritt eröffnet.
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NächsteSpiele:Fr., 13. 9., 20.30 Uhr:Fortuna Düsseldorf –
VfL Wolfsburg;Sa., 14. 9., 15.30 Uhr:Borussia Dortmund –
Bayer Leverkusen, FSV Mainz 05 – Hertha BSC, FC Augsburg –
Eintracht Frankfurt, 1. FC Köln – Mönchengladbach, Union
Berlin – Werder Bremen;Sa., 14. 9., 18.30 Uhr:RB Leipzig –
Bayern München;So., 15. 9., 15.30 Uhr:1899 Hoffenheim –
SC Freiburg;So., 15. 9., 18.00 Uhr:SC Paderborn – FC Schal-
ke 04
Sky zeigt fünf
Bayern-Spiele
Herzstück Werner wie entfesselt
Mönchengladbach kann den schnellen Leipziger Stürmer, der drei Mal trifft, nicht stoppen und verliert 1:3
Sport live im Fernsehen
Junggeht als
Führender ins
EM-Gelände
Weiter,
immer weiter
Bald Präsident:Herbert Hainer Foto dpa Bald Vorstandschef:Oliver Kahn Foto dpa
1: 9.15 X: 5.79 2: 1.29
SPORTWETTEN
- FC Union Berlin
vs.
Borussia Dortmund BVB
UNI
Nächste Spiele:Fr., 13. 9., 18.30 Uhr:SpVgg Gr. Fürth –
SV Wehen, Karlsruher SC – SV Sandhausen;Sa., 14. 9., 13.00
Uhr:Hannover 96 – Arminia Bielefeld, 1. FC Heidenheim –
Holstein Kiel, Jahn Regensburg – VfB Stuttgart;So., 15. 9.,
13.30 Uhr:Darmstadt 98 – 1. FC Nürnberg, VfL Bochum –
Dynamo Dresden, Erzgebirge Aue – VfL Osnabrück;Mo.,
- 9., 20.30 Uhr:FC St. Pauli – Hamburger SV
Ein Rückzug aus einem Gefühl der Stärke heraus:
Es ist angerichtet für die Post-Hoeneß-Ära beim
FC Bayern.Von Christian Eichler, München
Sagt servus:
Bayern-Präsident Hoeneß
hat seinen Nachlass
geordnet und freut sich auf
das Unbekannte.Foto Imago