Die Welt - 20.03.2020

(C. Jardin) #1
testen
und ein-
fachsten Le-
bensformen über-
haupt. Heute lebt es bevorzugt in der
gemäßigten Zone, also in den Nadel-,
Misch- und Laubwäldern dieser Erde,
auf feuchtem Holz. Eine Spenderzelle
kann ihre Gene über 720 Varianten auf
eine Empfängerzelle übertragen – laut
Wissenschaft hat ein Blob demnach 720
Geschlechter. Da er sich über mehrere
Quadratmeter ausdehnen kann, schaff-
te er es als größte lebende Zelle ins
Guinnessbuch der Rekorde. Ein Blob
hat weder Augen noch Mund, Magen
oder Beine und kann trotzdem sehen,
schmecken, verdauen und sich fortbe-
wegen: Einen Zentimeter kommt er pro
Stunde voran – ist er hungrig, schafft er
sogar vier Zentimeter.
Blickt man auf die Forschungsge-
schichte des Blobs, könnte man fast Mit-
leid mit dem armen Ding haben, denn:
„Die Botaniker meinten, die Zoologen
müssten ihn erforschen, die Zoologen
dachten dasselbe von den Botanikern“,
sagt Dussutour. Nachdem sich Wissen-
schaftler lange nicht einig waren, wel-
chem Fachgebiet Physarum polycepha-
lum zuzuordnen sei, führte es ein Leben
am Rande der Disziplinen. Im 19. Jahr-
hundert war erstmals von einem „Pilz-
tier“ die Rede, im 20. Jahrhundert
sprach man von Myxomyceten, soge-
nannten Echten Schleimpilzen. Ein irre-
führender Begriff, denn damit ist eben

nicht der Pilz gemeint, son-
dern ein einzelliger Organismus, von de-
nen Physarum polycephalum nur eine
Art ist. Erst 2015 wurde sein Genom
vollständig entschlüsselt. Dank Audrey
Dussutour und weiteren Forschern, et-
wa Toshiyuki Nakagaki aus Japan, wis-
sen wir heute, dass der Blob mühelos
den kürzesten Weg durch ein Labyrinth
findet, dass er sich Dinge merken kann,
ohne ein Gehirn zu besitzen, und dass
sich ein amerikanischer Blob in seinem
Nahrungsverhalten stark von einem
französischen Exemplar unterscheidet:
„Weil der amerikanische Blob unsere
Bio-Haferflocken nicht mochte, haute er
einfach aus der Petrischale ab und
machte sich über die Flocken einer ame-
rikanischen Marke her!“, erzählt Dussu-
tour. Überhaupt steht das Fressen im
Mittelpunkt eines Blob-Lebens; er be-
vorzugt aber vegetarische Speisen und
ist allein damit schon recht liebenswert
und wenig beängstigend.
Und nicht nur das: „Physarum poly-
cephalum ist ein Ernährungsgenie“,
sagt Dussutour. Bekommt es mehrere
Speisen angeboten, entscheidet es sich
stets für seine optimalen Bedürfnisse.
Im Gegensatz zum Menschen, der oft
dem Appetit nachgibt, obwohl er satt
ist, „weiß sich der Blob in der Regel zu
beherrschen“.
Übrigens vergrößert sich der Blob mit
seinen Mahlzeiten stetig – erinnert das
nicht doch an den Horror-Blob aus dem
Kino? Ob der Schleimpilz wohl die Welt-

herrschaft an sich reißen könnte? In
Vorträgen lächelt Dussutour bei Fragen
dieser Art und erzählt vom größten
Feind des Blobs: der Nacktschnecke, die
das schleimige Ding liebend gern ver-
speist. Der natürliche Kreislauf des Le-
bens eben, irgendwie beruhigend.
Inzwischen und spätestens mit der
medienwirksamen Ausstellung im Pari-
ser Zoo steigt das Interesse an der Erfor-
schung des Blobs, nicht zuletzt, weil
sich aus seinem Verständnis Wirkweisen
von Tumorzellen ableiten lassen. Dus-
sutour ist zufrieden, dass sich die Wis-
senschaft vermehrt „ihrem“ Blob wid-
met, und sagt: „Ich gehe davon aus, dass
es da draußen noch Tausende Arten des
Blobs zu entdecken gibt.“

AUDREY DUSSUTOUR/ CRCA

E


r ist nicht zu stoppen, er
wächst immer weiter, er
wird dich lebendig verspei-
sen: der Blob! Als der junge
Steve McQueen im Science-
Fiction-Film „Blob – Schrecken ohne
Namen“ 1958 vor dem schleimigen,
menschenfressenden Ungeheuer
warnt, ahnt noch niemand, dass ein
ähnliches Wesen 61 Jahre später im
Parc zoologique de Paris in einem Ter-
rarium zu einer kleinen Sensation wird.
Physarum polycephalum heißt das
Etwas, das weder Pflanze, Tier noch
Pilz ist. Und auch wenn er bisher kei-
nen Menschen verspeist hat, gleicht
der Blob seinem filmischen Namens-
geber in Wachstum und Verhalten ver-
blüffend – und scheint sogar klüger als
seine Filmvorlage.

VON KAROLINE NUCKEL

Doch Angst zu haben braucht deswe-
gen niemand, versichert Audrey Dussu-
tour. Die Mitautorin der ARTE-Doku
„Der Blob“ forscht seit mehr als zehn
Jahren am Centre national de la recher-
che scientifique (CNRS) in Toulouse
über Physarum polycephalum. Inzwi-
schen hat die Verhaltensbiologin eine
Sympathie für das kleine gelbe Geschöpf
entwickelt, das gern Haferflocken und
Pilze frisst.
Seit fast einer Milliarde Jahren besie-
delt Physarum polycephalum schon die
Erde, als Einzeller gehört es zu den äl-

Was ist schleimig,


hungrig, klug und


ändert Form und


Größe nach


Belieben: Ein Wesen


namens Blob, das


weder Pflanze, Tier


noch Pilz ist. Eine


Spurensuche


Der BLOB


findet den


Weg durch ein


Labyrinth


Der Blob im Fernse-
hen:Artegibt Ein-
blick in die Arbeit von
Audrey Dussutour
und anderen Wissen-

10


20.03.20 Freitag,20.März2020DWBE-HP


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DIE WELT FREITAG,20.MÄRZ2020 SEITE 10

WISSEN


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ARCHÄOLOGIE

Esel im Grab
adeliger Damen

Im 9. Jahrhundert nach Christus
haben adelige Damen offenbar Esel-
Polo gespielt. Darauf hatten bereits
schriftliche Dokumente hingewie-
sen. Nun aber berichten Archäolo-
gen der Washington University im
Journal „Antiquity“ von einem
Grab, in dem sie die Überreste einer

Journal „Antiquity“ von einem
Grab, in dem sie die Überreste einer

Journal „Antiquity“ von einem

Edelfrau und eines Esels gefunden
haben. Bilder und Schriften aus der
Zeit der Tang-Dynastie hatten Frau-
en beim Polospiel gezeigt. Offenbar
wurden dabei Esel genutzt, weil sie
kleiner als Pferde sind und deshalb
nicht so gefährlich für die Damen.

ABFALL

6 8 Kilogramm
Verpackungsmüll

Verbraucherinnen und Verbraucher
haben im Jahr 2018 pro Kopf durch-
schnittlich 68 Kilogramm Verpa-
ckungsmüll getrennt vom Restmüll
weggeworfen. Mit insgesamt 5,
Millionen Tonnen blieb das in der
gelben Tonne, im Glas- oder Paper-
container gesammelte Verpackungs-
müllaufkommen damit nahezu un-
verändert gegenüber dem Vorjahr,
teilte das Statistische Bundesamt
mit. Den größten Anteil am einge-
sammelten Verpackungsmüll in
privaten Haushalten hatten Leicht-
verpackungen mit insgesamt 2,
Millionen Tonnen. Leichtverpa-
ckungen sind überwiegend Ver-
packungen aus Kunststoffen, Leicht-
metallen wie Aluminium oder Weiß-
blech und Verbundmaterialien.
Danach folgten mit 1,8 Millionen
Tonnen Glasverpackungen und
Verpackungen aus Papier, Pappe
oder Karton. Drei Viertel des abge-
gebenen Verpackungsmülls konnten
recycelt werden. Dabei mache die
werkstoffliche Verwertung den
überwiegenden Teil aus, das Aus-
gangsmaterial des Abfalls bleibt also
erhalten, seine chemische Struktur
wird nicht verändert. 22 Prozent der
Verpackungsabfälle seien energe-
tisch verwertet worden.

GESUNDHEIT

Sushi immer
häufiger belastet

Im rohen Fisch von Sushi kommen
immer häufiger Darmparasiten vor.
Das haben Evan Fiorenza von der
University of Washington in Seattle
und seine Kollegen in einer Metaa-
nalyse zeigen können. Das Vor-
kommen von Anisakis-Würmern ist
demnach in den vergangenen 40
Jahren um das 283-Fache gestiegen.
Die Parasiten können unter ande-
rem die sogenannte Heringswurm-
krankheit oder Anisakiasis auslösen,
die sich durch Bauchschmerzen,
Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
äußert. Meeresfische sollten deshalb
nicht roh, sondern immer genügend
erhitzt gegessen werden. Im Journal
„Global Change Biology“ vermuten
sie, dass Meeresfische wegen des
Klimawandels häufiger mit Anisakis-
Würmern belastet sind.

ASTRONOMIE

Merkur: Eis durch


Wind und Hitze


Einen scheinbar absurden Effekt
haben Astronomen auf dem Plane-
ten Merkur beobachtet: Dort könnte
ein Teil des Wassereises an den
Polen dort durch das Zusammen-
wirken von Sonnenwind und Hitze
entstanden sein. Da berichten For-
scher vom Georgia Institute of
Technology in den „Astrophysical
Journal Letters“. Sonnenwinde und
Hitze fördern eine chemische Re-
aktion im auf dem Planeten vor-
kommenden Regolith. Dadurch
entstehen H 2 O-Moleküle. Die Zen-
trifugalkraft des schnell drehenden
Merkurs transportiert diese Mole-
küle zu den Polen. Diese sind vor
der Sonnenhitze geschützt - und
das Wasser gefriert hier.

KOMPAKT


D


as simple Öffnen einer Kunst-
stoffflasche oder Plastiktüte
setzt Mikroplastik frei. Das
berichten Wissenschaftler im Fach-
blatt „Scientific Reports“. Das ist pro-
blematisch, weil Mikroplastik eine
große Belastung für die Umwelt dar-
stellt. Zudem können mögliche Risi-
ken für den Menschen noch nicht aus-
geschlossen werden.

VON ALICE LANZKE

AAAls Mikroplastik werden laut Umwelt-ls Mikroplastik werden laut Umwelt-
bundesamt alle Plastik-Partikel bezeich-
net, die fünf Millimeter und kleiner sind.
Diese stecken in zahlreichen Produkten
des täglichen Lebens, so etwa in Klei-
dungsstücken, darunter vor allem solche
aus Fleece- und anderen Kunstfaserstof-
fffen,in Waschmitteln, Kosmetikartikelnen,in Waschmitteln, Kosmetikartikeln
und Babywindeln. Daneben zerfallen grö-
ßere Plastikteile über lange Zeiträume zu

immer kleineren und schließlich zu neu-
em Mikroplastik.
Nun macht ein Team um den Elek-
trochemiker und Umweltwissenschaft-
ler Cheng Fang von der australischen
Universität von Newcastle auf einen
weiteren Weg aufmerksam, auf dem
Mikroplastik entsteht. Mithilfe von mi-
kroskopischen Untersuchungen und
chemischen Tests analysierten die For-
scher, ob und wieviel der winzigen
KKKunststoffpartikel auftreten, wenn dieunststoffpartikel auftreten, wenn die
Plastikverpackung einer Tüte von
Schokodragees aufgeschnitten oder
aufgerissen, ein Stück Klebeband abge-
schnitten oder der Plastikverschluss ei-
ner Flasche geöffnet wird.
Tatsächlich beobachteten sie, dass ab-
hängig von der Dichte und Dicke des Aus-
gangsmaterials unterschiedliche kleine
Plastikteilchen und -fasern entstanden,
von denen manche wenige Nanometer
groß waren, während sich andere im Mil-

limeterbereich bewegten und mit blo-
ßem Auge erkennbar waren. Die Autoren
der Studie schätzen, dass pro 300 Zenti-
meter Kunststoff durch Schneiden oder
Reißen durchschnittlich zehn bis 30 Na-
nogramm der Plastikpartikel entstehen.
„Dieser Befund ist eine wichtige War-
nung, dass wir beim Öffnen von Kunst-
stoffverpackungen vorsichtig sein müs-
sen, wenn wir uns Sorgen um Mikroplas-
tik machen und eine entsprechende Kon-
tamination verringern wollen“, schrei-
ben sie dazu.
Die Verringerung eben jener Kontami-
nation ist mit Blick auf die Belastungen
fffür die Umwelt schon seit Jahren Zielür die Umwelt schon seit Jahren Ziel
mehrerer internationaler Organisatio-
nen. So stand der Weltumwelttag der
VVVereinten Nationen 2018 unter dem Mot-ereinten Nationen 2018 unter dem Mot-
to „Beat Plastic Pollution“, Anfang 2019
empfahl die Europäische Chemikalien-
agentur (ECHA), den Einsatz von Mikro-
plastik international einzuschränken.

Und schon im Januar 2015 warnte das
Umweltbundesamt vor Risiken für Um-
welt und Gewässer durch die Verwen-
dung von Plastikpartikeln in Haut-
cremes, Peelings, Duschgels und Sham-
poos. Hinzu kommen die Plastikpartikel
aus Textilien, die mit dem Abwasser in
den Kläranlagen landen, wo sie nicht
vollständig herausgefiltert werden kön-
nen. Insgesamt 35 Prozent des Mikro-
plastiks im Meer stammen einer Studie
der Weltnaturschutzunion (IUCN) zu-
fffolge von dem Faserabrieb, der bei derolge von dem Faserabrieb, der bei der
Textilwäsche entsteht.
Über den Klärschlamm gelangen die
KKKunststoffteilchen auch in unsere Bödenunststoffteilchen auch in unsere Böden
und werden von dort in Flüsse und Mee-
re geschwemmt. Und selbst in der Luft
fffinden sich die winzigen Partikel. So be-inden sich die winzigen Partikel. So be-
legte eine Untersuchung des Alfred-We-
gener-Instituts, deren Ergebnisse im ver-
gangenen Jahr veröffentlicht wurden,
Mikroplastik in Schneeproben.

AAAllein in Deutschland werden nach ei-llein in Deutschland werden nach ei-
ner Untersuchung des Fraunhofer-Insti-
tuts für Umwelt-, Sicherheits- und Ener-
gietechnik von 2018 jährlich insgesamt
rund 446.000 Tonnen Kunststoff in die
Umwelt freigesetzt, davon 330.000 Ton-
nen Mikroplastik. Mit einem Drittel ent-
steht der größte Teil davon durch den
AAAbrieb von Autoreifen. brieb von Autoreifen.
Ob das Mikroplastik für den Menschen
gefährlich ist, ist bislang unklar, da ein-
deutige Studien noch fehlen. Das Bun-
desinstitut für Risikobewertung schreibt
dazu, dass gesundheitliche Risiken durch
die Aufnahme der Plastikpartikel über
Kosmetika oder Lebensmittel unwahr-
scheinlich seien, stellt aber auch fest: „Es
ist zu vermuten, dass sich der Erkennt-
nisstand zu Mikroplastik in den kom-
menden Jahren deutlich weiterentwi-
ckelt und somit zukünftig eine bessere
Bewertung der möglichen gesundheitli-
chen Risiken ermöglicht wird.“ dpa

Schädlicher Dreh


Mikroplastik findet sich überall. Es entsteht, wenn größere Teile zerfallen – aber auch beim Aufschrauben von Flaschen


schaftlern, die sich mit den fas-
zinierenden Eigenschaften des Blobs
befassen. Die Wissenschaftsdoku
„ Der Blob: Schleimiger Superorganis-
mus“ läuft am Samstag, 21. März
um 21.50 Uhrund ist bis zum 19. Mai
in der Arte-Mediathekunter dem
Link http://www.arte-magazin.de/blob zu
finden

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