Frankfurter Allgemeine Zeitung - 09.03.2020

(singke) #1

SEITE 22·MONTAG,9.MÄRZ 2020·NR.58 Unternehmen FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG


Wenn ein kleines und sehr jungesUnter-
nehmen mitgroßenZahlen hantiert, hat
es üblicherweise gigantischePläne.
Im Fall de stexanischenTechnologie-
anbie ters Ast&Scienceist dasnicht
anders. Astrechnetvor:Eine Billion Dol-
lar is tder globale Markt fürmobile Inter-
net-Breitbandanbindungen insgesamt
schwer.FünfMilliardenSmartphones
aufder ganzen Welt be weg en si ch st än-
dig ausFunklöchernheraus und wieder
hinein.Und eine MilliardeMenschen le-
ben überhaupt nicht im Bereicheines
normalen Mobilfunknetzes. Die Ameri-
kaner sehen darin ihreChance: Siever-

sprechen nichtweniger ,als mit einemSa-
tellitennetzwer kdieseLückenendlic hzu
schließen.
Moment, mögen Kritiker da einwen-
den: Satellitenhandysgibt esdoch
schon, und zwar seit vielen Jahren. Das
stimmt.Satelliten-Mobilfunk istalles an-
dereals neu.Werimmer und überall er-
reichbar seinwill, wendetsichanAnbie-
terwie Globalstar, Inmarsat,Iridium
oder Thuraya. Spezielle Geräteermögli-
chen es denKunden, mitten imPazifik
oder in der Sahara zutelefonieren, eine
Online-Verbindungaufzubauen oderei-
nen Notruf abzusetzen. Sie funktionie-
rendank Weltraumtechnik auchdann,
wenn der nächste MobilfunkmastTau-
sende Kilometer entferntist. Passagiere
vonBritishAirways und weiteren Flugli-
nienkönneninzwischensogar auf eine
Kombination aus Satellit und Mobilfunk
zurüc kgreifen. Dasvonder Deutschen
Telekom,Inmarsat undNokia entwickel-
te European Aviatio nNetwork,kurz

EAN,vereint Satellitentechnologiemit
einemNetzwerk aus 300LTE-Stationen
am Boden.
Astwiederumgeht nacheigenen Anga-
ben einenganz neuenWeg, einen einzig-
artigen,glaubt man dem Satellitenent-
wickler und -produzenten, der seit 2017
in Midlandresidiert, im Nirgendwozwi-
schen ElPaso und Dallas. „Kein anderer
Anbieterkann Breitbandinternetaus
dem All an Mobiltelefone liefern, die
schon jeder besitzt“,heißt es. Mit dem
neuen Angebotnamens Spacemobile
könnten dagegen Mobilfunkkunden auch
ihrehandelsüblichen Smartphonesoder
ander eOnline-Geräteverbinden.Wiedie-
se Technologiegenau funktioniert, will
Astnicht verraten.„Wir können sagen,
dassunsereIngenieureund Weltraumfor-
scher einenkomplett neuenFormfaktor
entworfenhaben“, heißt es lediglich. Es
handele sichumeine Methode, mit der
sichdie Produktion, derStartund der Be-
trieb vonSatelliten erheblichbeschleuni-
genund verbilligen lasse.

Größenwahn im All?

Bekannt istzumindest: Es handelt sich
um sogenannte Leo-Satelliten. Leosteht
für„lowearth orbit“–das sindErdtraban-
ten, die auf besondersniedrigenUmlauf-
bahnenfliegen, in Höhenvon700 bis
1500 Kilometern.ImApril 2019 hat Ast
einen ersten solchen Satelliten namens
Blue Walker 1gestartet.Indiesem Be-
reich operieren immer mehr Anbieter,
weil er mancheVorteile bietet: kürzere
Signallaufzeiten,geringer eSendeleistun-
gen. Laut demGründerund Vorstandsv or-
sitzendenAbel Avellan will Astzunächst
4G-Funk (später dann auch5G) via Satel-
lit in großem Maßstab an Mobilfunkunter-
nehmenverkaufen–anstatt, wie es die be-
stehenden Satellitenbetreiber tun, mit ih-
nen zukonkur rieren.Avellanwählt gro-
ße Worte, wenn es um sein Projektgeht:

Spacemobilewerdeden globalen Mobil-
funkmarkt umformen.
Komplett als Größenwahn sollteman
das nicht abtun.Avellan istseit mehr als
25 Jahren im Geschäft, hat zahlreichePa-
tentemitentwickelt und 2016 seinvorheri-
gesUnternehmenEmerging Market Com-
municationsfür gut eine halbe Milliarde
Dollarverkauft. In dieNeugründung Ast
haben zudem einigerenommierte Namen
viel Geldgesteckt, insgesamt bislang 128
Millionen Dollar. In dervergangenenWo-
chekündigten das japanische Internetun-
ternehmenRakutenund der britische Mo-
bilfunkkonzernVodafone entsprechende
Investmentsan. „Wir glauben, dassSpace-
mobile einzigartig aufgestellt ist, um uni-
versale Mobilfunkverbindungen zu ge-
währleis ten“, lobtVodafone-Chef Nick
Read. Undhofft darauf, mit dessen Hilfe
Funklöcher in Europa und Afrikazustop-

fen. Außer Dollarsgibt Vodafone auchEx-
pertise: Die beidenUnternehmen haben
eine strategische Partnerschaftverein-
bart.
Nicht nur die Telekommunikations-
branche setzt aufWeltraumkommunikati-
on. Auchdie Autoindustrie istinteres-
siert, namentlichder chinesische Herstel-
ler Geely. Der Konzernaus Hangzhou
nahe Schanghai, der einstden schwedi-
schen Hersteller Volvoübernommen hat
und mit knapp 10 Prozent an Daimler be-
teiligt ist, will es wieTesla machen–und
seine eigenen Satelliten ins All schießen,
die ir gendwann einmal Geelys vollauto-
nom fahrendeRoboterautos lenken sol-
len. In ein neues Entwicklungs- undFerti-
gungszentrum für die Satelliten will der
Konzernlaut einer jüngstenAnkündi-
gung 2,27 MilliardenYuan in vestieren,
umgerechnet290 Millionen Euro. Die ers-

tenSatelliten sollen schon bis Jahresende
um die Erde kreisen.
Das istein ambitionierterZeitplan;we-
niger wäre auchüberraschend angesichts
des VorwärtsdrangsvonGeely-Gründer
Li Shufu, dem mit der Ankündigung ein
PR-Coupgelungen ist. Obwohl sic hdie
ElektroautosvonGeelyinChina weit we-
niger gutverkaufen als die der heimi-
schenKonkur rentenBYDund BAIC,
wirddas Unternehmen auf einmal in ei-
nem Atemzug mitTesla genannt, das
auchinChina den Markt für E-Autosan-
führt. UndTesla-GründerElon Musk hat
mit SpaceX einenRaketenträger für Satel-
liten geschaf fen, der mittlerweile sogar
schwarzeZahlen schreibt.

Ambitionierte Ziele

Während ausländische Fachleutezwei-
feln, dassLiShufu vomchinesischenStaat
die Genehmigungfür sein Satelliten-Aben-
teuer erhält, sind Industriekenner in Chi-
na selbst davonüberzeugt, dassder bes-
tens vernetzte Unternehmer seinenWor-
tenbald Tatenfolgen lässt.„Sehr glaub-
würdig“ sei der Plan, sagt Guo Zhengbiao,
Gründervon Horizonbase Communicati-
on Technology,einemUnternehmen für
kommerzielleLuft-und Raumfahrttech-
nik mit Sitz in Nanjing. Li Shufu, dessen
Volvo-Kauf der damaligeVizepräsident
und heutigeStaatsführer Xi Jinpinggegen
Bedenken der chinesischen Regierung
durchgesetzt hat,habe die Genehmigung
der Zentralen Militärkommission, deren
Vorsitz Xi hat, für sein Satellitenpro-
grammmit Sicherheitlängstinder Ta-
sche. Aber auchsonstkönne jederUnter-
nehmer,der verlässlicheTechnik und ei-
nen Träger für seine Satelliten präsentie-
renkönne, diese in denWeltraum bringen.
DassGeelyess chafft,bis Ende des Jah-
reszweiSatelliten ins All zu schießen,
hält derFachmann für sehrwahrschein-
lich. Fürsoeinen großenKonzernwie

Geelysei dieskein Problem, sagt Guo. Ei-
nem Bericht derchinesischen Zeitung
„21stCenturyBusinessHerald“ zufolge
haben Geelys Satellitenprotot ypen schon
alle erforderlichenTestsbestanden. Die-
se könnten denFahrzeugen desKonzerns
zentimetergenaue Daten über denStand-
ortder Autosliefer nund dieAutomarke
in der Öffentlichkeit alstechnologisch
führend darstellen, wassichpositiv auf
den Absatz auswirkenkönnte.
SchonvorzweiJahren hat Geelyange-
fangen, in denWeltraumtechnikanbieter
Shikong Daoyu zu investieren. Dessen Ent-
wickler hätten im Schnitt mehr als zehn
JahreErfahrung in Sachen Satellitenbau,
Künstlicher Intelligenz,Navigation,Quan-
tencomputer undvernetzterAutomations-
tech nik,behauptetdas Unternehmen. Das
System, das sie für Geelybauen, soll laut
der Ankündigung automatisiertesFahren
„auf höchsterEntwicklungsstufe“ ermögli-
chen –und demPassagier ein „intelligen-
tesReiseerlebnis“verschaffen.
Zwei Beispiele, die zeigen: 2020 lädt
der Weltraum andersals 2001 nicht mehr
zu einerOdyssee ein ,sondernzug anzgro-
ßen Geschäften. Hunderte Satellitenstar-
tenJahr für Jahr,und immergrößereSum-
men fließen in das All. Zwischen dem
Sputnik-Start1957 und 2009 habe esgera-
de zwei Dutzend kommerzielle Raum-
unternehmengegeben, rechnetdas In ves-
torennetzwerkSpace Angelsvor. Seitdem
sei derenZahl auf mehr als 400gestiegen,
unter stütztvon20Milliarden Dollarpriva-
tenGeldes. Die Weltraumindustrie sei
heuteauf einem Niveau wie das Internet
Mitteder 1990er Jahre, betont man sei-
tens Space Angels und wirbt:„Dies istein
einzigartiger Moment in der Geschichte,
in einen aufregenden und schnellwachsen-
den Sektor zu investieren.“
Klingt gut.Freilichkam mit dem Inter-
netersteinmal die Internetblase des Jah-
res2000. Geschichtemusssichnicht wie-
derholen. Siekann es aber.

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J


ohn Catsimatidis warbestimmt
nicht der ersteVater ,den es beun-
ruhigte, als er seineTochter in der
Gegenwart eines fremdenMannes
sah. Aber derNewYorkerMilliardärgriff
zu sehr ungewöhnlichen Mitteln, um den
unbekannten Begleiter zu identifizieren.
Es warimOktober 2018, und Catsimati-
dis warzum Abendessen beim schicken
Italiener„Cip riani“ imStadtteil Soho, als
seine damals 28 JahrealteTochter An-
drea mit einem Mann hereinkam und sich
an einem anderenTischniederließ. Er
bat einen Kellner,mit seinem Smart-
phone einFoto vonden beiden zu ma-
chen, das er dann in eine Gesichtserken-
nungs-App einspeiste.Diese App namens
„ClearviewAI“ greiftauf eine Datenbank
mit Milliarden vonFotos zu, dievonInter-
netdienstenwie Facebook,Twitter oder
Linkedinstammen. InnerhalbvonSekun-
den spucktesie eineganze Sammlungvon
Fotosdes Mannes einschließlich Linkszu
den jeweiligen Internetseiten aus. Catsi-
matidisfand auf dieseWeise inkürzester
Zeit heraus, dassessichumeinen Inves-
toraus SanFrancisco handelte, und leite-
te seineErkenntnisse umgehend perKurz-
nachricht an seineverblüffteTochterwei-
ter. Über diese Episode schrieb jetzt die
„New York Times“, und offenbar hatte
Catsimatidiskeinerlei schlechtes Gewis-
sen, die Identität des Mannes mit Ge-
sichtserkennungssoftwaregelüftetzuha-
ben. „Ichwolltesicher gehen, dasserkein
Scharlatan ist“, sagteerder Zeitung.

Auch mal nur zum Spaß

Der Bericht bringt ClearviewAIein weite-
resMal ins Zwielicht.Das kleineUnter-
nehmenmit Sitz inNewYorkwurde einer
breiteren Öffentlichkeit zum ersten Mal
im Januar bekannt, als es Gegenstand ei-
ner großen Berichterstattung der „New

York Times“war, dieDebatten über Ge-
sichtserkennungbefeuerte.Darin wurde
vorallem der Einsatz solcher Software
durch Strafver folgungsbehörden beschrie-
ben, der schon umstrittengenug ist. In
dem neuen Bericht istnun davondie
Rede, wie die Clearview-App vonInvesto-
renund Kunden desUnternehmens oder
Freunden seiner Gründer für private Zwe-
ckegenutzt wurde.ZumBeispiel aufPar-
tys, um sie zum Spaßvorzuführen, oder
auf geschäftlichenVeranstaltungen, um
Personen zu identifizieren, an die man
sichnicht mehrerinnernkonnte. Catsima-
tidis zum Beispiel istein Freund vonRi-
chardSchwartz, einem der beiden Grün-
der vonClearview. Underhat die App
dem Bericht zufolgenicht nurgenutzt,
um einenVerehrer seinerTochter auszu-

spionieren, sondernauch, um in den Lä-
den der ihmgehörenden Supermarktk et-
te Gris tedes Diebe zu identifizieren. „Die
Leutehaben unser Häagen-Dazsgestoh-
len. Eswarein großes Problem.“
Clearviewwurde 2017gegründetund hat
aus diversen Quellen im Interneteine Da-
tenbankmit mehr als drei MilliardenFo-
tosaufgebaut.Wie die „New York Times“
im Januarschrieb, habenweder dieameri-
kanischeRegierung nochgroße Technolo-
giegiganten jemalsetwasauchnur annä-
herndVergleichbaresgeschaf fen. DieFo-
tosstammenvonNachrichtenseiten oder
auchaus sozialenNetzwer ken. Weralso
Bilder aufTwitter oder Instagra mein-
stellt, mussdamit rechnen, dasssie in der
DatenbankvonClearviewlanden. Der
kreativeKopf hinter demUnternehmen

istHoan Ton-That, eingebürtigerAustra-
lier.Mitgründer RichardSchwartzhat für
Rudy Giulianigearbeitet,als dieser Bür-
germeistervon NewYorkwar,und brach-
te insofernbeste Kontakt emit, um die
SoftwareanBehörden zuvermarkten.
Das Unternehmenfand prominenteGeld-
geber,etwaden deutschstämmigen Inves-
torPeter Thiel, der unter anderem für
sein frühes Engagement beim sozialen
Netzwer kFacebookund seineNähe zum
amerikanis chen Präsidenten Donald
Trumpbekannt ist.
Nacheigenen Angaben füttertClear-
viewseine Datenbank nur mitFotos, die
öffentlichverfügbar sind,verwendetalso
keine Inhalte, dievonNutzernimPrivat-
modus nur für ein begrenztes Publikum
hochgeladenwerden. Aber auchdas Sam-

meln der öffentlichverfügbarenFotosver-
stößt gegenRichtlinien vieler Online-
Dienste.Unternehmenwie Facebook,
Twitter und Linkedin habenClearview
nachVeröf fentlichungdes Berichts im Ja-
nuar Unterlassungsaufforderungen ge-
schickt undgemahnt, dasAbgreifenvon
Daten einzustellen. In mehreren amerika-
nischen Bundesstaaten wurden Klagenge-
genClearvieweingereicht.
Aufseiner Internetseite beteuertdas Un-
ternehmen, sichanalle Gesetze zu hal-
ten. Undesbeschreibt seine Softwareals
Werkzeug imKampfgegen Kriminalität.
„Clearviewhilftdabei, Kinderschänder,
Mörder,mutmaßlicheTerroris tenund an-
deregefährlichePersonen schnell,kor-
rekt und zuverlässig zu identifizieren, um
die Sicherheit unsererFamilien und Ge-

meinden zugewährleisten.“ In dem Be-
richtvom Januar istein Beispiel aufge-
führt, wie diePolizei im Bundesstaat In-
diana mit Hilfeder Clearview-Software
undeinesvon einemPassan tenaufgenom-
menenVideos innerhalbvonzwanzig Mi-
nuten einen Mann identifizierenkonnte,
der jemanden angeschossen haben soll.
Nach dem der Bericht fürAufsehenge-
sorgt hatte, hat Clearvieweinen „Verhal-
tenskodex“ veröffentlicht, in dem es
heißt, die Gesichtserkennungssoftware
sei ausschließlich für Ermittlungenvon
Strafverfolgungsbehördenund ausgewähl-
tenSicherheitsdienstleistern verfügbar
und dürfe nicht für persönliche Zwecke
verwendetwerden.

Zweifel an der gutenAbsicht

Dassdie Clearview-App aber auchjen-
seits derVerbrechensbekämpfung einge-
setzt wurde, berichteteunlängstschon
die Online-Publikation „Buzzfeed“. Dem-
nachhabenetwaHändler,Banken und
Kasinokettendie Softwareverwende t. Of-
fenblieb, wofür genau. Gesichtserken-
nung istallgemein umstritten, selbstin
Fällen, in denen sie der öffentlichen Si-
cherheit dienen soll. Kritiker sehen darin
nicht nur ein Überwach ungswerkzeug,
sie argumentieren auch, dassdie Techno-
logie oftunzuverlässig sei undetwa auf
Kosten ethnischer Minderheitengehen
könne. In manchenStudien hat Gesichts-
erkennungssoftwarebesser funktioniert,
wenn sieweiße Menschen identifizieren
sollte.
DerOnline-Händler Amazon.com wur-
de imvergangenen Jahrwegeneines von
ihm vermarkt eten Gesichtserkennungs-
systems voneinigen seiner Aktionäreun-
terDruck gesetzt .Sie stellten einen An-
trag,wonacherdenVerkaufdesProdukts
an Regierungsbehörden einstellen solle,
bis eine unabhängigePrüfung zu dem
Schlusskomme, dassdamit nicht dieVer-
letzungvonBürger- und Menschenrech-
tenermöglichtwerde. SanFrancisco hat
im vergangenen Jahr als ersteamerikani-
sche Stadt den EinsatzvonGesichtserken-
nungsprogrammen durch Polizei und an-
dereBehörden verboten, anderswoin
Amerikagabesseither ähnliche Initiati-
ven. Im Bundesstaat NewJerse yordnete
der Generalstaatsanwalt er st kürzlichan,
dassdie Polizei die Clearview-Produkte
nicht mehr nutzen soll.
Clearviewselbstsieht sichderweil
nicht nur im Dienste einer guten Sache,
sondernscheint auchder Auffassung zu
sein, an seinen Methoden zur Gesichts er-
kennunggebe esgrundsätzlichnichts aus-
zusetzen. Gründer Ton-That sagteder
„New York Times“, die Suche über die
Clearview-App mit einem hochgelade-
nen Foto sei im Prinzip das Gleiche wie
eine Google-Suche nachFotos einerPer-
son durch das Eingeben desNamens.

NETZWIRTSCHAFT


Raketenstart für Nano-Satelliten BlueWalker 1 FotoIndian SpaceResearc hOrganization/AstScience

Umstritten eGesichtserkennung: Werbeobachtet wen? Foto AP

2020: GeschäfteimWeltraum


WasMobilfunker,Autoproduzentenund Anleger an Satellitenfasziniert/ VonHendrik Ankenbrand, Hongkong, und ThiemoHeeg, Frankfurt


Gesichtserkennung am Restauranttisch

Clearviews riesige


Datenbank mitFotos


aus sozialen


Netzwer kensoll der


Bekämpfungvon


Verbrechen dienen.


Nunwerden andere


Einsatzgebiete


bekannt.


VonRoland Lindner,


NewYork

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